Frankreich

Schüleraustausch 2015/2016
Gleich zwei Austauschfahrten haben in diesem Jahr stattgefunden. Eine Klasse fuhr ins Burgund und die andere nach Paris. Voilà, die Berichte zu den einzelnen Fahrten:

Nouveaux horizons – premier échange :

Vom 19.-24.03.2016 fand unter der Leitung von Herrn Steffen Maier und Herrn Dr. Bernhard Rosenkötter erstmals ein Schüleraustausch zwischen Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 des Gymnasium Philippinum und den élèves de la troisième du COLLÈGE ANTOINE DE SAINT-EXUPÉRY in MONTCEAU-les-MINES (Région Bourgogne-Burgund / Département Sâone et Loire [71]) statt.
Frühmorgens ging es am Samstag, dem 19.03., los. Entsprechend neugierig und auch entsprechend aufgeregt waren wir: schließlich war es für die meisten von uns die erste Begegnung en direct mit französischen Familien und mit einer französischen Schule. Um die gut zehnstündige Fahrt bei bestem Wetter an den Vogesen und der wuchtigen Festungsstadt Belfort vorbei durch die Franche-Comté aufzulockern, verließen wir die autoroute und machten einen Abstecher nach RONCHAMP. Dort besichtigten wir die Chapelle Notre-Dame-du-Haut, die wie eine Bergkapelle mitten auf einem Hügel mit wunderbarem Weitblick nach den Plänen des wohl wichtigsten Architekten Frankreichs des 20. Jahrhunderts 1955 erbaut wurde: LE CORBUSIER.

Er setzte mit diesem für uns neuartigen Kirchenbau einen Meilenstein in der Kirchenbauarchitektur. Die unkonventionelle Bauweise mit den versetzten Fenstern und Lichtnischen beeindruckten uns sehr und entsprechend oft wurde fotografiert.


Anschließend ging die Fahrt über Beaune weiter in das weite Burgund hinein durch seine herrlichen sanfthügeligen Weinbaugebiete bis nach Montceau-les Mines, wo uns gegen 17.00 Uhr unsere Corres an der Schule schon erwarteten. Nach einem herzlichen Empfang verteilten wir uns auf unsere Gastfamilien und fuhren in deren Zuhause.
Den folgenden Sonntag verbrachten wir in und mit den Familien. Dies bedeutete für uns alle viele neue Einblicke und Erfahrungen zu Lebensformen, die trotz aller Ähnlichkeiten oft ganz anders als die unsrigen sind.
So gab es bereits am Montagmorgen, als wir uns alle um 8.00 Uhr im Collège wiedersahen, ausreichend über den Vortag zu erzählen, bevor wir mit unseren Corres in einer kurzen Versammlung vom Schulleiter empfangen wurden.
Anschließend ging es mit dem Bus in das Bergwerkmuseum MUSÉE DE LA MINE DE BLANZY. Blanzy ist ein Vorort der ehemaligen Bergwerksstadt Montceau-les-Mines (montceau = monceau = Haufen, Berg, Halde; les mines = Bergwerke). Hier und in der Umgebung bis nach Le Creusot war ein wichtiges Kohleabbaugebiet. Das Museum war im Prinzip der Nachbau eines Bergwerks, in dem wir auch die Möglichkeit hatten, in einer Mine bzw. einem Stollen, nachzuempfinden, wie dort mit schwerem Gerät Kohle abgebaut wurde.

Originale Loren, die noch mit Kohle beladen waren und ein Förderturm sowie die wichtigsten sonstigen Bergbaugerätschaften und Maschinerien vervollständigten den lebendigen Eindruck in die harte Welt des Bergbaus und die Umstände, in denen Kohle in früheren Zeiten abgebaut wurde. Dies reichte von der Arbeit durch Kinder im Alter von nur neun Jahren bis hin zu den Bergbauarbeitern, die aufgrund der körperlichen Strapazen oft bereits mit 45 Jahren ihren Beruf nicht mehr ausüben konnten, wenn sie dieses Alter überhaupt erreichten…

Zur Mittagszeit fuhren wir dann wieder in das Collège zurück und lernten dort in der Cantine den dortigen Mittagsessensbetrieb kennen, der sich doch erheblich von dem unsrigen unterscheidet. Viele Schüler gingen allerdings auch nach Hause, um dort zu essen, bevor um 14.00 Uhr unser Programm fortgesetzt wurde.
In kleinen Gruppen stellten uns die Corres ihre Schule vor. Auch hier gab es viele interessante Unterschiede zu entdecken. Diese reichten von den festen Sitzordnungen in den recht großen Klassenräumen über die Tatsache, dass man nur nach Schulstundenende die Schule verlassen konnte bis hin zur Einzäunung des gesamten Schulgeländes. Um 16.00 Uhr war Schulschluss und wir gingen jeweils mit unseren Korrespondenten nach Hause, um den Rest Tages mit verschiedenen Aktivitäten in den Familien zu verbringen.


Am Dienstag stand eine Exkursion in die Département-Hauptstadt DIJON auf dem Programm. Wir fuhren mit dem Zug dorthin. Mittels einer Stadtrallye lernten wir die Stadt in von Lehrern begleiteten Gruppen kennen. Die Rallye war mit einem Fotomarathon verbunden, bei dem wir zu bestimmten Themen Fotos zu machen hatten. Mittags gab es dann in einem Park ein großes pique-nique, einschließlich eines Gruppenfotos, das die Schule und die Schüler für uns vorbereitet hatten. Am Nachmittag hatten wir dann Gelegenheit in Kleingruppen weiter Dijon kennenzulernen, weitere Fotos zu machen; und es war auch Zeit zum faire du shopping.

Um 17.30 Uhr schließlich waren wir wieder zurück in Montceau und gingen in „unsere Familien“.
Diese Fahrt nach Dijon war ein gelungener Ausflug. Wir sahen in der Rue des Forges die Fachwerkhäuser in völlig anderer Bauweise als die in Marburg oder die prunkvollen Paläste der Ducs de Bourgogne sowie die eindrucksvolle gotische Cathédrale Notre Dame und lernten zudem ein anderes Stadtleben als das uns bekannte kennen, u.a. das interessante große Markttreiben. Natürlich entdeckten wir auch die Läden, in denen der bekannte Dijon-Senf (la moutarde de Dijon) hergestellt bzw. verkauft wurde!
Der Mittwoch, zugleich der letzte Tag unseres Aufenthalts, fand dann in der Schule statt. In den ersten beiden Schulstunden waren wir zusammen mit unseren Corres in deren Unterricht. Wir mussten feststellen, dass dort die Lehrer strenger und die Schüler ruhiger als bei uns waren.
Ab 10 Uhr gestalteten wir dann in der Schulbibliothek Plakate mit den Fotos, die wir am Vortag in Dijon zu einzelnen Themen gemacht hatten. Die Bibliothek selbst wurde von einer Lehrerin beaufsichtigt, die auch gewährleistete, dass man dort gut und konzentriert arbeiten konnte.

Nach dem Mittagessen, das viele Corres mit uns auch im MacDo verbrachten, ging es dann in die Familien zurück oder wir erkundeten weiter die Stadt. Denn üblicherweise ist der Mittwochnachmittag schulfrei. Vom Lasergame über Bowling bis hin zum Mitmachtraining im Leichtathletikclub reichten die Aktivitäten. Aber auch die Erfahrungen in den Familien waren gut: sie gingen vom Schnecken-und Entenessen über üppige und schmackhafte Mahlzeiten bis hin zu den Beschwerden des correspondant über die deutsche Sprache, die so viele verschiedene Ausdrücke für aller hat, wie fliegen, fahren, mit dem Schiff fahren oder den Zug nehmen. Und manche mussten sich auch erst daran gewöhnen, die Schlafstätte mit den Corres zu teilen.
Am Donnerstagmorgen ging es dann ab 7.00 Uhr wieder mit dem Bus in Richtung Marburg. Nach dem Abschied in unseren Familien trafen wir uns an der Schule. Dort konnte man bereits bei schon fast allen Marburger Schülerinnen und Schülern hören, dass für sie der Austausch etwas sehr interessantes und schönes gewesen war und dass sie fast mit allem sehr zufrieden waren.
Herr Maier meinte während der Rückfahrt: „Ihr habt gemerkt: Montceau hat als Stadt keine wirklichen Reize, aber die Menschen sind voller Reize“. Damit traf er genau den Punkt, aufgrunddessen der Austausch so positiv bewertet werden kann. Die Menschen waren sehr hilfsbereit und sympathisch und deswegen war es schön, dort gewesen zu sein. Auch die Landschaft ist sehr reizvoll. Einige von uns haben sogar gemeint, dass sie gerne noch ein paar Tage mehr dort geblieben wären. Man kann also feststellen, dass der erste Austausch mit dem Collège Saint-Exupéry sehr, sehr gut aufgenommen worden ist. Den nachfolgenden Jahrgängen wird es sicherlich daher auch Spaß machen, mit Montceau einen échange zu machen .
Lorenzo Crepaz


Impressionen einer Austauschfahrt nach Paris

von und mit dem Französischkurs der Jahrgangsstufe 9 sowie Martina Lameli und Maria Chiara Salis/März 2016

Dienstag, 15.3.2016 (von Emily Nehrig)

Am Tag der Abreise trafen wir uns gegen 7:00 Uhr am Hauptbahnhof in Marburg, von wo es dann um 7:34 Uhr losging. Nach der Ankunft in Paris fuhren wir mit der Metro zu der Schule Sainte Elisabeth im 6. Arrondissement, wo wir zum ersten Mal unsere Austauschschüler trafen, die schon eine kleine Stärkung für uns hergerichtet hatten.
Anschließend gingen wir zum Eiffelturm, wo wir bis zur ersten Plattform hochstiegen und die Aussicht über Paris bewunderten. Da es die Zeit und das Wetter erlaubten, schlenderten wir noch zum Trocadero-Park, wo wir auf der Wiese mit Springbrunnen die Sonne genossen. Abschließend fuhren wir zurück zur Schule, wo wir von unseren Austauschschülern abgeholt wurden. Den Abend verbrachten wir in unseren jeweiligen Gastfamilien.

Mittwoch, 16.3.2016 (von Greta Bonacker)

Am Mittwochmorgen trafen wir uns alle um 8:15 und jeder konnte schon etwas über seine Gastfamilie berichten. Dann ging es mit der Metro erst zur Place de la Concorde, wo während der Französischen Revolution die Adeligen mit der Guillotine hingerichtet wurden. Von dort liefen wir durch die Gärten der Tuileries in Richtung Louvre, wo wir nach langem und geduldigem Warten endlich mit einigen Meisterwerken der Malerei belohnt wurden. Leider hatten wir – wegen der langen Schlange am Eingang – nicht mehr so viel Zeit und konnten uns nicht viele Gemälde ansehen.

Nach dem Louvre – wohlgemerkt bereits der zweite Königspalast nach dem Gebäude des Palais de la Justice und Vorgänger des Schlosses von Versailles – ging es wieder mit der Metro zurück zur Schule und zu unseren Austauschschülern. Der Nachmittag wurde in/mit der Familie verbracht, da die Franzosen mittwochnachmittags keine Schule haben. Nur einige Aktivitäten seien hier genannt: die einen gingen Pizza essen oder bowlen, die anderen waren shoppen.

Es war ein anstrengender, aber schöner Tag.

Donnerstag, 17.3.2016 (von Leon Breitstadt)

Am dritten Tag hatten wir einen cours de conversation, waren im Quartier Saint-Michel, in Notre-Dame, in Versailles und den Schlossgärten von Versailles.

Am Morgen trafen wir uns alle gemeinsam an der Schule. Wir gingen mit der französischen Lehrerin in einen Klassenraum und spielten einige Spiele zur Sprachverbesserung.

Dann sind wir mit der Metro ins Viertel Saint-Michel gefahren. Dort haben wir den Pont Neuf („die neue Brücke“) gesehen, die mit über 200 Jahren gleichzeitig die älteste Steinbrücke von Paris ist.

Danach sind wir in die gotische Kirche Notre-Dame – oftmals bekannt aus „Der Glöckner von Notre-Dame“ – gegangen. Sie wurde für die heilige Maria erbaut und sie ist an der Fassade mit Königen aus der Bibel verziert. Im Innern sind einige Kunstwerke, die Geschichten aus der Bibel wiederspiegeln und eine kleine, filigrane Notre-Dame aus Holz. Insgesamt hat uns Notre-Dame sehr gut gefallen.

Hinterher haben wir in einem Park gepicknickt und wir hatten etwas Freizeit in dem Viertel. Diese konnte sich jeder frei gestalten, da es genug (Souvenir-)Läden für jeden gab .

Dann sind wir mit dem Zug nach Versailles gefahren und haben das Schloss des Sonnenkönigs König Ludwig XIV. besichtigt. Es besteht aus sehr viel Gold und ist ziemlich groß. Immer wieder sind die Decken oder Bilderrahmen einiger Gemälde mit Gold verziert und viele Räume sind mit Göttern in Verbindung zu bringen. Endlich draußen konnten wir in den Schlossgärten entspannen und die Frühlingssonne genießen.

Am Ende des Tages sind wir mit dem Zug und der Metro wieder zurück zur Schule gefahren, wo wir von unseren Austauschpartnern abgeholt wurden und in unsere Gasfamilien gegangen sind.

Zusammenfassend war dieser Tag sehr interessant und lustig, denn wir haben viel gelacht. Darüber hinaus war das Wetter perfekt: keine einzige Wolke am blauen Himmel.

Freitag, 18.3.2016 (von Hanna Michel und Hannah Baumgarten)

Um 8:10 Uhr ging es an der Schule unserer Austauschschüler los. Gemeinsam sind wir dann zur Kirche Sacré Coeur gegangen und durften dort anschließend im Künstlerviertel Montmartre unsere freie Zeit mit essen und Spazieren gehen verbringen. An der Metrostation Pigalle hatten wir einen kurzen Zwischenstopp und sahen uns das Tanztheater Moulin Rouge an. Am Nachmittag haben wir das Musee d´Orsay besichtigt, das viele Künstler des Impressionismus beherbergt. Daraufhin haben wir Paris von einer anderen Seite kennen gelernt, nämlich zu Wasser: Die Rundfahrt auf der Seine mit einem Batobus hat uns Paris in einer sehr beeindruckenden Art und Weise näher gebracht. Um 17:30 Uhr sind wir zur Schule zurückgekehrt und haben die verbleibende Zeit an diesem Abend mit unseren Austauschpartnern und deren Familien verbracht.
Samstag, 19.3.2016
Das war unser Tag zur freien Verfügung! […]

20.03.2016 (von Svea Braun)
Nun war er gekommen; unser letzter Tag in Paris. Der Abschied fiel uns allen an diesem Morgen schwer. Beim Abschied von unseren Gasteltern und Austauschschülern flossen so manche Tränen.
Im Zug dachten wir an die fünf vergangenen Tage; die Erfahrungen, welche wir gesammelt hatten und die neuen Freunde, die wir dazu gewonnen hatten.
Trotz des Abschieds war uns allen klar: am 17. Mai würden wir „unsere Franzosen“ in Marburg wiedersehen, um ihnen hier „unsere Welt“ zu zeigen, welche wohl in vielen Bereichen anders ist als diejenige in Paris.

Wir haben für das Schuljahr 2015/2016 eine neue Partnerschule gefunden, sodass es einen Schüleraustausch geben wird… (siehe folgende Artikel)

Schüleraustausch 2014/2015

Leider ruht gegenwärtig der Frankreichaustausch, da die KollegInnen aus Poitiers, mit denen wir über jahrzehnte sehr gut zusammengearbeitet haben, pensioniert wurden. Gegenwärtig bemühen wir uns mit allen Kräften um eine Ersatzschule.

Unsere SchülerInnen müssen dennoch nicht auf Erfahrungen im Partnerland verzichten. So ist dieses Jahr bereits eine Schülergruppe im Mai 2015 bei französischen Jugendlichen in ARDRES (Nord-Pas-DE-Calais) gewesen und eine zweite Schülergruppe wird in wenigen Wochen nach METZ fahren.

Von dem Aufenthalt in ARDRES berichtete sogar die frz. Presse (L’indépendant vom 28.05.2015). Den Artikel können Sie zum Vergrößern anklicken:


Poiters Notre Dame La Grande (Bild: Nathalie Dietz)

 

Nahezu seit Menschengedenken pflegt das Philippinum enge Verbindungen zu unserer Partnerstadt Poitiers in Frankreich, getragen von dem Schüleraustausch der Jahrgangsstufe 10 (9), gemeinsamen Konzerten und engen personlichen Bindungen.


Schüleraustausch in Poitiers (14.03.-21.03.2013)

„Wir würden das jederzeit wieder machen.“

Die Aufregung vor der Reise nach Frankreich war sehr groß. Schon Wochen vorher wurde in den Französischstunden kaum mehr von etwas anderem geredet und wir machten wir uns begeistert daran, den ersten Kontakt per E-Mail zu unseren Austauschpartnern herzustellen.

Am 14. März war es dann so weit und als wir uns am Georg-Gassmann-Stadion trafen, konnten wir es noch nicht so recht glauben. Wir fühlten uns nicht wirklich vorbereitet, eine ganze Woche lang auf Französisch mit der fremden Familie zu kommunizieren. Auf der Busfahrt gingen wir noch einmal unser Grundvokabular durch und übten verschiedene Formulierungen für den Fall, dass wir die Franzosen nicht verstehen würden. Um halb zehn abends erreichten wir nach vierzehn Stunden Fahrt Poitiers. Nachdem wir unsere Koffer gefunden hatten, begrüßten wir unsere Korrespondenten nach ungewohnter französischer Art. Dann fuhren wir zum Haus unserer Gastfamilie, wo wir noch eine Kleinigkeit aßen, obwohl die meisten Familien bereits zu Abend gegessen hatten. Die Kommunikation fiel uns dabei viel leichter als erwartet. In den meisten Familien übersetzten unsere Austauschpartner oder ein anderes Familienmitglied, wenn man etwas nicht verstand. Auch gab es zum Essen weder Schnecken noch Kutteln oder ähnliche „Delikatessen“, wie einige von uns befürchtet hatten, und man fühlte sich recht schnell wohl.

Am nächsten Tag standen wir zwischen sechs und sieben Uhr auf und gingen dann mit unseren Austauschpartnern in deren Schule, das Lycée Camille Guérin. Dort trafen sich alle Deutschen, um über ihre ersten Erfahrungen in den Gastfamilien zu sprechen, dann wurden wir offiziell von dem Schulleiter begrüßt und bekamen in der Cafeteria noch einmal Frühstück. Nach einer Schulführung durch einige Deutschschülerinnen gingen wir in die Stadt und besichtigten dort Notre-dame-la-grande, eine Kirche im poitevinisch-romanischen Stil, den Justizpalast und das Rathaus. Danach bekamen wir noch ein wenig Zeit, um uns in den Geschäften umzusehen. Als wir um siebzehn Uhr in die Schule zurückkehrten, wurden wir kurz darauf von unseren Korrespondenten abgeholt und mit nach Hause genommen.

Das Wochenende verbrachten wir größtenteils in der Familie. Am Samstagabend gab es eine Party für alle Teilnehmer des Austauschs. Sonst besuchten wir mit unseren Gastfamilien verschiedene Sportveranstaltungen, gingen shoppen, spielten Lasertec und Bowling, gingen ins Kino oder bekamen verschiedene Sehenswürdigkeiten in und außerhalb von Poitiers gezeigt. Am Montag trafen sich alle Austauschteilnehmer vor der Schule und wir fuhren alle zusammen in die eine Stunde entfernte Hafenstadt La Rochelle. Dort besuchten wir das große und schöne Aquarium und bekamen danach abermals Zeit, uns die Stadt anzusehen. Unsere Franzosen führten uns herum, und wir genossen die fremden Eindrücke, welche die Stadt auf uns machte. Am nächsten Tag, dem Dienstag, besuchten wir das Futuroscope, diesmal allerdings fuhren wir ohne unsere Korrespondenten. Bei dem Futuroscope handelt es sich um einen Freizeitpark mit Attraktionen wie dem Danse avec les robots, 4D Kinos, Führungen durch die Dunkelheit und ähnlichem. Die meisten von uns hatten nie etwas vergleichbares erlebt und wir besuchten manche Attraktionen mehrmals, weil sie uns so gut gefielen. So waren wir sehr enttäuscht, als wir uns um vier schon wieder auf den Weg zurück nach Poitiers machen mussten.

Am Mittwoch, dem letzten Tag unseres Frankreich-Aufenthaltes, besuchten wir für vier Stunden den Unterricht unserer Austauschpartner. Diesem zu folgen stellte sich als nicht gerade einfach heraus, aber trotzdem war es sehr interessant, den Unterricht in Frankreich mit dem unseren zu vergleichen. Am Nachmittag traf sich eine große Gruppe von deutschen und Franzosen in der Stadt und noch einmal gingen wir shoppen oder genossen einfach nur die Sonne. Viel zu schnell war dieser Frankreich-Aufenthalt vorbeigegangen, das merkten wir, als wir uns am nächsten Morgen von unserer Gastfamilie verabschiedeten. Andererseits waren wir am Abend aber auch froh, als wir das altbekannte Marburg erreichten und unsere Familien wiedersahen. Doch eines ist klar: Wir würden das jederzeit wieder machen.

Von Chiara Brendel


 

Austauschfahrt nach Poitiers 2009

Vive la France!

Was wir auf unserer 8-tägigen Frankreichreise erlebt haben

Marburg. Alle Jahre wieder findet am Philippinum ein Schüleraustausch mit Marburgs Partnerstadt Poitiers statt. Fast immer wird für jeden Schüler ein passender Austauschpartner gefunden, so auch dieses Jahr wieder.

Leider konnten wir nicht jeden Tag mit unseren Austauschpartnern verbringen, weil die Schule ihnen vom fast immer 10-stündigen Stundenplan nicht frei geben konnte. Trotzdem hatten wir großen Spaß und erlebten viel:

Am Freitag, dem heißesten Tag der Woche, fuhren wir mit den Korrespondenten nach La Rochelle, einer schönen Stadt, die an der Atlantikküste liegt und um das 10. Jahrhundert gegründet wurde.

Dort besuchten wir zuerst das riesige Aquarium, wo wir die große Vielfalt an exotischen und gefährlichen Meeresbewohnern bestaunten. Nachdem wir eine Mittagspause am sonnigen Strand bei 28°C gemacht und sich zwei wagemutige Mitschülerinnen in die eiskalten Wellen gestürzt hatten, bummelten wir noch etwas durch die schöne Altstadt.

Unsere anderen Tagesausflüge hatten das Futuruscope, einen futuristischen Park, und einen Besuch in der „Institut des jeunes sourds“, einer Schule für Hörbehinderte, als Ziel. Der Vormittag mit diesen Schülern war eine Erfahrung, die sich von unserem bisher Erlebten unterschied, da wir uns vorher noch nie ohne Sprache unterhalten hatten. Wir besichtigten in zwei Gruppen die Schule und spielten mit den Schülern Spiele, die sie selbst gebaut hatten.

Sehr speziell schien uns an manchen Tagen das Essen, wenn zum Beispiel Gerichte wie Steak Tatar oder Leber auf der Speisekarte standen. Auch die großen Abstände zwischen den verschiedenen Mahlzeiten machten einigen zu schaffen, da es in Frankreich nicht üblich ist, ein Pausenbrot mit in die Schule zu nehmen.

Rückblickend sagen aber alle, dass die Franzosen alle sehr gastfreundlich zu uns waren und wir auf der Reise viele schöne Erfahrungen, sowohl sprachlich als auch im Umgang mit den Fanzosen selbst, gesammelt haben.

Johanna Neubauer und Nadine Köhler


 

Austauschfahrt nach Poitiers 2007

Poitiersfahrt 12.03.2007 – 20.03.2007

Die Schüler der 10. Klassen, die Französisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, fuhren am 12. März mit dem Zug über Frankfurt und Paris nach Poitiers. Nach der Ankunft um halb neun in Poitiers, fuhren wir mit unseren Corres (= die französischen Austauschpartner) zu ihnen nach Hause.

Am nächsten Morgen wurde erst die Schule besichtigt und am Mittag aßen wir in der Schulkantine, was die meisten von uns toll fanden. Am Nachmittag besichtigten wir die Stadt Poitiers, eine sehr alte Stadt mit sehr vielen Kirchen. An den meisten Besichtigungspunkten mussten wir vor der Fahrt vorbereitete Referate halten (auf Französisch!!).

Wir sind in das Lycée Camille Guérin zurückgekehrt und mussten zum Teil noch auf unsere Corres warten, die bis 18 Uhr Unterricht hatten.

Am Mittwoch, unser 3. Tag der Reise, waren wir erst in der Schule, dort mussten wir verschiedene Personen des Lycées interviewen, mal einen Internatsschüler oder diverse Vertrauenspersonen.

Jeden Mittwoch Nachmittag haben alle französischen Schüler frei, also nutzten wir den Nachmittag um etwas mit ihnen zu unternehmen, in den meisten Fällen hieß das, in die Stadt gehen und einkaufen.

Am Donnerstag fand der heiß ersehnte Besuch im Futuroscope statt, eine Art Freizeitpark, wo es überwiegend alle Arten von Kinos gibt, dort verbrachten wir den ganzen Tag, die Schule gab uns Lunchpakete mit, wie sich herausstellte, das gleiche wie bei jedem anderen Ausflug auch.

Freitag fuhren wir mit unseren Corres nach La Rochelle, einer Hafenstadt an der Pazifikküste Frankreichs. Dort besichtigten wir das Aquarium, wo es Haie, Piranhas und viele Wattenmeer -Lebewesen gab. Mittags aßen wir (mit dem gleichen Luchpaket wie am Vortag) am Strand Mittag und sehr wenige, um genau zu sein eine Schülerin, warf sich todesmutig in das gefühlt 10°C „warme“ Wasser. Anschließend fuhren wir in die Altstadt von La Rochelle und hatten dort etwas freie Zeit. Wir hatten Glück mit dem Wetter, die Sonne schien, wie seit unserer Ankunft.

Das Wochenende stand uns mit unseren Familien frei zur Verfügung. Leider wurde das Wetter im Laufe des Wochenendes immer schlechter, bis es Sonntag schließlich regnete.

Montag war der letzte Tag in der Schule, wir hatten das Glück in den Unterricht gehen zu dürfen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Klassen sehr voll waren, also etwa 35 Schüler in einem Klassenraum saßen und eifrig mitschrieben. Es war auch die letzte Gelegenheit für uns in der Kantine zu essen, was wir mit gemischten Gefühlen sahen. Einige waren froh, dem Kantinenfraß zu entkommen, andere fanden es eher schade. Am Nachmittag fuhren wir in die Innenstadt und konnten noch die letzten Mitbringsel für unsere Familien kaufen. Um 18 Uhr fand ein Empfang beim Bürgermeister statt. Es war der 40. Austausch des Lycées Camille Guérin mit dem Philippinum.

Der letzte Abend in den Gastfamilien war für die meisten sehr traurig, denn am nächsten Tag um dieselbe Zeit würden wir schon wieder in Marburg bei unseren Familien sein.

Dienstag früh trafen sich die meisten von uns direkt am Bahnhof, von wo wir dann mit dem TGV nach Paris fahren sollten. Überraschenderweise kamen fast alle Corres zum Bahnhof, obwohl sie Unterricht gehabt hätten.

Der TGV nach Paris hatte leider eine technische Panne, sodass wir mit 40 Minuten Verspätung in Paris eintrafen. Unser Zug sollte aber schon in einer halben Stunde von Paris Est abfahren und wir befanden uns in Paris Montparnasse. Also mussten wir in einem rasanten Tempo einmal quer durch Paris rasen. Grade noch so erreichten wir den Zug. Wir konnten nach Frankfurt fahren! In Frankfurt angekommen, stiegen wir in den Zug nach Marburg und waren auch schon bald wieder zuhause.

Die Fahrt war für uns alle sehr lehrreich, nicht nur im sprachlichen Sinne, sondern auch im zwischenmenschlichen Sinne. Ich denke, dass jeder die Fahrt genossen hat und gerne wieder zurückkehren würde.

Vive la France!!!

Marie Glänzer

pfeilZeitungsbericht aus Poitiers über den Besuch 2007


 

Austauschfahrt nach Poitiers 2005

Am 15. März 2005 gegen fünf Uhr morgens trafen sich beide Französischkurse der zehnten Klassen zusammen mit ihren Fachlehrern (Herr Maier und Herr Jöres), um die achttägige Austauschfahrt nach Poitiers anzutreten. Da es ja noch so früh am Tag war, verfielen einige, gerade im Bus halbwegs zur Ruhe gekommen, sofort wieder zurück in den Tiefschlaf, was bei manchen, auf Grund ihrer exorbitanten Körpergröße, relativ suspekt aussah.

Der Moment der Ankunft, welcher so gegen neunzehn Uhr eintraf, war für viele der wohl unangenehmste Moment der gesamten Fahrt: Man kommt an und plötzlich steht man dann vor der Gastfamilie, welche im schlimmsten Falle kein Wort Deutsch spricht, und man weiß sich überhaupt nicht zu helfen.

 

Foto: Lycée Camille Guérin


Nach den ersten beiden Tagen, also nachdem der Einstieg in die Familie geglückt und erste, wenn auch kleine, spirituelle Gedankenwechsel zwischen den Schülern statt gefunden haben, machten wir den ersten Teil unserer Besichtigung Poitiers. Hierzu gehörte die Besichtigung des Friedhofes und die zweier Kathedralen.

Am achtzehnten März stand die Besichtigung La Rochelles auf der Tagesordnung. Diese bestand aus einem Besuch im Aquarium, einem mit den Franzosen gemeinsam abgehaltenen Pique-Nique am Atlantikstrand und schließlich einer Erkundung der Altstadt auf eigene Faust. An diesem Tag war es so heiß, dass es am Strand sogar einige Fahrtenteilnehmer gab, die im Meer badeten!

Das Wochenende über waren wir Deutschen mit unseren jeweiligen Gastfamilien alleine. Trotzdem ergaben sich beabsichtigte, wie auch unbeabsichtigte Treffen, wie zum Beispiel in der Innenstadt von Poitiers oder aber auch im „Valée des Singes“, einem auf dem Land befindlichen Park, in dem Affen zur Artenschutz gehalten werden, wo es allerdings nicht für jede Affenrasse ein abgesperrtes Gehege gab. Die meisten Tiere konnten sich frei innerhalb des Parks bewegen.

Am Montag den einundzwanzigsten besuchten wir das „Futuroscope“. Das Futuroscope ist eine Art Freizeitpark, allerdings nicht im gewöhnlichen Sinn mit Achterbahnen oder der gleichen, sondern auf wissenschaftlicher Basis, das heißt, man solle beim Besuch des Futuroscopes auch etwas lernen. So sind die Hauptattraktionen die verschiedenen, gigantischen 3-D-Kinos, die sich in formmäßig sehr ausgefallen wirkenden Gebäuden befinden, und in welchen Filme zum Beispiel über das Leben und Arbeiten in einer Raumstation gezeigt werden.

Das Futuroscope wurde gebaut, da die Wirtschaft in der Gegend um Poitiers einmal sehr schlecht lief. Also baute man den Park, von dem man sich erhoffte, er würde einen Tourismusboom auslösen. Der letzte Tag beinhaltete sowohl den zweiten Teil der Stadtbesichtigung, als auch den Besuch im auf uns riesig wirkenden Einkaufszentrum „LECLERC“.

Die zentralen Punkte dieser Stadtbesichtigung waren „Notre Dame La Grande“ und das Gerichtsgebäude mit den drei gigantischen, offenen Kaminen in seiner Vorhalle.
Im LECLERC wurden dann wohl einige vom Kaufrausch übermannt, was zur folge hatte, dass sie einkaufswagenweise Souvenirs und Reiseproviant für den nächsten Tag kauften.
Der darauf folgende Tag, der Tag der Heimreise, war so ereignislos, dass wir ihn erst gar nicht erwähnen wollen.

Im Großen und Ganzen halten wir beide den Austausch für eine äußerst gelungene Sache, wobei allerdings anzumerken wäre, dass acht Tage für einen Schüleraustausch definitiv zu kurz sind.

Moritz Janssen, Jonas Rausch

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