Monatliche Archive: Juni 2013

Ein Ausflug in die Welt der Chloroplasten

 

Fotosysteme, Chlorophylle, Carotinoide, Licht-absorptionsspektra, – viele bekannte Fachtermini, doch was sich wirklich hinter diesen versteckt, erkennt man erst, wenn man die Theorie in der Praxis anwendet. Dies wurde uns – den Bio-LKs aus der Q2 – am 17.04.2013 im Schülerlabor der grünen Schule im botanischen Garten der Stadt Marburg ermöglicht.

Wir bekamen dort zunächst einen intensiven Einblick in das Tropen- und Sukkulentenhaus mit dessen charakteristischen Faktoren, denen sich die Pflanzen anpassen müssen, um überleben und Photosynthese betreiben zu können. Mit Luxmeter, Thermometer, Luftfeuchtigkeitsmesser und Kamera bewaffnet machten wir uns in Kleingruppen auf den Weg, bodie in vielen Büchern vorzufindenden, jeweils herrschenden Bedingungen genau auf den Zahn zu fühlen. Anschließend suchten sich die jeweiligen Forschungsteams eine Pflanze aus, dessen Blattpigmente sie durch Mörsern, Zugabe von Ethanol, Filtration und anderen spannenden Arbeitsschritten aus den Blättern lösten. Dabei war viel Fingerspitzengefühl, Konzentration und natürlich Teamwork gefragt. Durch das Verfahren der Dünnschichtchromatographie konnten die verschiedenen Blattpigmente voneinander getrennt werden.

 

bo3Zwei Mitarbeiter der Philipps-Universität Marburg und natürlich auch unser Lehrer, Herr Beyer, standen uns helfend zur Seite und erklärten uns unter anderem die Funktionsweise des Spektrometers, mit dem wir die Kurve eines Absorptionsspektrums des jeweilig isolierten Blattpigments abbilden konnten. Bei der abschließenden Nachbesprechung ordneten wir die unterschiedlichen Graphen den einzelnen Blattpigmenten zu und klärten, wie auch zwischendurch schon, noch offene Fragen und setzten die letzten Puzzleteile zusammen.bo4

 

Insgesamt betrachtet war dies ein sehr aufschlussreicher und interessanter Tag, der uns allen viel Spaß gemacht hat und wir hoffen, dass die Möglichkeit eines solchen Ausfluges in die Welt der Chloroplasten auch den zukünftigen Bio-LKs des Philippinum gegeben wird.

 

Von Michelle Payer & Leonie Schmidt, Q2_Bio-LK_Beyer

Der Phille-Rap

 

Der Phille-Rap ist online und kann nun hier angeschaut  werden.

Kulturabend

 

Gute Musik, die besten Videos und krasse live action – das alles erwartet euch am Donnerstag Abend in der Aula der Waldorfschule. Ein Muss für alle, die Abi Vegas einmal hautnah erleben wollen!

Der Eintritt ist frei, für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Außerdem startet an diesem Abend der Verkauf der Abibücher.

 

Wann? Donnerstag, den 20.06.2013 um 18 Uhr

Wo? In der Aula der Waldorfschule, Ockershäuser Allee 14, 35037 Marburg

 

Wir freuen uns auf Euer/Ihr Kommen!

Schüler greifen nach den Sternen

Artikel aus der Oberhessischen Presse (OP) vom 31.05.2013

 

 

Gymnasium Philippinum führt h-Moll-Messe auf Schüler greifen nach den Sternen

Nach Bizets Oper „Carmen“ wagt sich das Gymnasium Philippinum an einen weiteren Meilenstein der Musikgeschichte: Am Sonntag, 9. Juni,wird um 19 Uhr in der Pfarrkirche Bachs h-Moll-Messe aufgeführt.

Marburg. Für den renommierten Musikkritiker Joachim Kaiser ist Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe nicht weniger als „das gewaltigste Chorwerk der Christenheit“. Das Philippinum greift also wieder nach den Sternen. Seit Mitte Januar studiert André Kutsch (44), seit diesem Schuljahr Musiklehrer an dem Marburger Gymnasium das Meisterwerk mit Chor und Orchester der Schule ein. Allerdings werden die gut 100 Schülerinnen und Schüler, die mit Solisten verstärkt wurden, nicht die komplette Messe aufführen: das „Credo“, das laut Kaiser „h-Moll-Messen-süchtig“ machen kann, fällt weg.

Dennoch ist das Vorhaben ungeheuer ambitioniert, selbst für eine musikbesessene Schule. Als Solisten hat Kutsch Herbert Schmidt von den „Drei jungen Tenören“, die Sopranistinnen Katharina Kutsch, Marion Clusen und die Referendarin Lisa Faber gewonnen. Die ehemalige Schülerin Johanna Neubauer, die im vergangenen Jahr als „Carmen“ begeisterte, übernimmt die Alt-Arie.

Begleitet werden der große und der kleine Chor der Schule von einem Kammerorchester, das sich ebenfalls aus Schülern zusammensetzt. Einstudiert wird das Kammerorchester von Marie Verweyen und Burchhard Schäfer. Es ist die letzte große öffentliche Arbeit des Dirigenten und Musiklehrers für das Philippinum. Schäfer wird die Schule am Schuljahresende verlassen. André Kutsch ist begeistert von den Schülern: „Sie ziehen super mit, sind sehr motiviert“. Das müssen sie auch, denn die Proben finden zusätzlich zum Unterricht statt – auch an Wochenenden. Und sie müssen bei jeder Probe hochkonzentriert sein. Sein Ziel als Musiklehrer ist es, die Schüler „an diese großen Werke heranzuführen“. Kutsch betont: „Sie lernen wahnsinnig viel dabei, nicht nur nach Noten zu singen.“

Eintrittskarten sind im Vorverkauf im Sekretariat des Gymnasium Philippinum (Telefon 06421 / 931805) und an der Abendkasse ab 18 Uhr erhältlich.

von Uwe Badouin

http://www.op-marburg.de/Lokales/Kultur/Kultur-lokal/Schueler-greifen-nach-den-Sternen

Bundesjugendspiele 2013

 

Im geschützten Schülerbereich, unter Weitere interne Links, die Sie/Dich interessieren könnten, finden sich Hinweise zum Ablauf der Bundesjugendspiele. Somit könnt ihr schon einmal vorab nachschauen, welche Rahmenbedingungen vorgegeben sind (Wann beginnt und endet die Veranstaltung?, Wann ist welches Sportereignis? Was tun bei Verletzungen? etc.).

Ein Tag im „Palast von Wiesbaden“

 

Der Morgen des 22. April 2013 fing eigentlich wie jeder Schultag im Philippinum an, außer dass an diesem Tag die Mitglieder des kleinen Orchesters ein wenig aufgeregter waren als alle anderen. An diesem Abend sollte nämlich eines der wohl größten Auftritte vom „kleinen Orchester“ stattfinden: Wir traten beim Landeskonzert im Kurhaus von Wiesbaden auf.

 kleines Orchester

Nach den ersten drei Schulstunden trafen wir uns zu einer Probe im Musikpavillon, um unsere Stücke noch ein letztes Mal ausgiebig zu üben und ihnen den letzten Schliff zu verpassen. Nach der Probe hatten wir eine etwa einstündige Mittagspause in der Cafeteria, bevor wir danach zum Parkplatz des Georg-Gaßmann-Stadions liefen, wo unser Bus samt dem schon etwas ungeduldigen Busfahrer auf uns warteten. Nachdem alle Instrumente im Bus verpackt worden waren, begann die 1 ½ stündige Fahrt nach Wiesbaden, auf der viel geredet, Musik gehört oder einfach nur aus dem Fenster geschaut wurde. Letztendlich kam uns die Fahrt kürzer vor, als sie eigentlich war und so waren wir umso überraschter, als unser Bus schließlich vor dem Kurhaus hielt. Alle Instrumente wurden wieder ausgepackt und nun standen wir zum ersten Mal vor dem riesigen Kurhaus, das einem schon fast so vorkam wie ein Palast und in dem wir nun in einigen Stunden im Friedrich-von-Thiersch-Saal spielen sollten.

 kleines Orchester

Wir gingen über einen roten Teppich durch den Eingang und wurden gleich von einem Mann begrüßt, der uns unseren kleinen Aufenthalts- und Abstellraum zeigte. Wir stellten unsere Taschen ab und begannen, unsere Instrumente zu stimmen, da wir in wenigen Minuten schon unsere Anspielprobe hatten. Nachdem alle bereit waren, gingen wir mit allen Instrumenten los, auf die Bühne des riesigen Friedrich-von-Thiersch-Saals. Wir hatten kurz Zeit, den Saal in Augenschein zu nehmen, außerdem wurden alle Stühle und Notenständer so zurechtgerückt, wie es auch später beim Konzert sein sollte.

 

Als alles fertig war, spielten wir jeweils den Anfang unserer Stücke, um zu hören, wie der Klang war. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit, alle Stücke durchzugehen, dann mussten wir auch schon wieder rausgehen, um den Zeitplan nicht durcheinander zu bringen. Außer uns spielten am Abend nämlich noch sieben andere Orchester vor.

 

Jetzt hatten wir noch satte drei Stunden Zeit, bis das Konzert anfing. Diese Zeit verbrachten wir im Kurpark hinter dem Kurhaus. Nach einiger Zeit gingen ein paar von uns mit Frau Faber Eis essen. In der Zeit, in der sie weg waren, entdeckten die Dagebliebenen, dass man auf dem kleinen See, in dessen Mitte eine große Fontäne prangt, Ruder- bzw. Tretboot fahren konnte. Nachdem wir erfolgreich auf die Boote gestiegen waren, schipperten wir eine halbe Stunde auf dem kleinen See herum. Während wir uns auf dem See vergnügten, kamen die Eis-Esser zurück und wurden nun auch auf den Bootsverleih aufmerksam. Nachdem wir nach der wirklich kurzen halben Stunde zurück an Land gingen, bestiegen auch die anderen die Boote. Zwei von ihnen fuhren zu dicht an der Fontäne vorbei und wurden klitschnass, zum Glück trockneten sie bis zum Konzert. Später ging noch eine zweite Gruppe mit Herr Langenbach zum Eis essen. Danach war es nun nicht mehr so lange bis zum Konzert und so vertrieben wir uns die restliche Zeit mit Reden oder Geschichten schreiben.

 Konzertsaal

Dann war es endlich so weit: Herr Langenbach trommelte uns alle zusammen und wir gingen in den Saal, wo sich alle Orchester sowohl jetzt als auch später beim Konzert im ersten Rang befanden und übten den gemeinsamen Kanon „Da pacem domine“, den wir am Ende des Konzertes singen würden. Nach mehren Versuchen schafften wir ihn endlich einigermaßen gut und gingen dann hinunter in unseren Raum, den wir zu unserem Leidwesen mit noch einem Orchester teilen mussten, stimmten unsere Instrumente noch einmal nach und gingen dann wieder hinauf in den Saal und warteten auf den Konzertbeginn. Derweil, während unsere Aufregung anstieg, waren vor uns noch drei weitere Ensembles dran. Wir setzten uns also in den ersten Rang und hörten zu. Kurz bevor unser Auftritt auf dem Programm stand, gingen wir unsere Instrumente holen. Bevor wir auf die Bühne gingen, war es mucksmäuschenstill und alle dachten noch einmal an das Wichtigste für die nächsten zehn Minuten.

 

Wir gingen ins Scheinwerferlicht und sahen den großen Saal des Kurhauses zum ersten Mal mit Menschen gefüllt von der Bühne aus. Und kurz darauf begannen wir die ersten Töne der 7. Symphonie von Beethoven zu spielen. Darauf folgten noch der Herbst und der Winter von Vivaldi. Am Ende erklang tosender Schlussapplaus und wir gingen glücklich von der Bühne. Nach uns kam noch ein weiteres Orchester vor der Pause. Auch den zweiten Teil des Konzertes verfolgten wir, jedoch nicht mehr ganz so aufmerksam. Nach dem letzten Auftritt fand die Urkundenverleihung statt. Nachdem wir unsere Ehrenurkunde abgeholt hatten, sangen noch alle Teilnehmer den vorher eingeübten Kanon. Danach endete das Konzert gegen etwa halb elf. Die Rückfahrt in dem dunklen Bus zog sich in die Länge, sodass wir erst gegen halb eins zu Hause waren. Zwar tot müde, aber dennoch glücklich, legten wir uns in die Betten und dachten noch einmal an das große Kurhaus und unseren Auftritt vor so vielen Leuten.

Carlotta Bietz, Johanna Heitmann und Hannah Resch, 7c

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