Der Weg zur Einheit und 25 Jahre danach – eine positive Bilanz?

Allgemein

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Eckart Conze

Am 2. Oktober 2015 erwartete das Gymnasium Philippinum Besuch von Herrn Prof. Dr. Eckart Conze, Professor für Neuere Geschichte an der Philipps – Universität Marburg. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums zur Feier der Deutschen Einheit hatten wir, der Geschichts – LK der Q3, ihn eingeladen, damit er der gesamten Jahrgangsstufe und weiteren geschichtsinteressierten Schüler/-innen und Lehrer/-innen einen Einblick in die turbulenten 329 Tage vom Mauerfall bis hin zur inneren Einigung verschafft. Sein Vortrag nahm hierbei die zwei Themenstellungen „Der Weg zur inneren Einheit“ und „25 Jahre – ein positive Bilanz?!“ in den Blick. Neben der Darstellung der bedeutenden Daten, Fakten und Ereignisse dieser Zeit sollte folglich auch die Analyse der Entwicklung der Ost-West-Beziehung in den vergangenen 25 Jahren mit ihren Errungenschaften und Misserfolgen einen wesentlichen Programmpunkt seines Vortrags darstellen.

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So versammelte sich die Schülerschaft am Freitag, dem 2.10.2015, in der 3. und 4. Stunde im Kultidrom unserer Schule. Neben Herrn Conze, der uns bereits erwartete, waren außerdem sechs Tische positioniert. Diese waren für die sechs von unserem Tutor Herrn Tabis ausgewählten SchülerInnen reserviert. Denn nicht nur Herr Conze, sondern auch der Geschichts – LK hatte sich zuvor auf seinen Besuch vorbereitet: die als „Experten“ auserwählten SchülerInnen würden die folgenden zwei Schulstunden leiten und moderieren. Im Anschluss an den Vortrag würden sie außerdem einige eingehende Fragen an Herrn Conze stellen, um Unklarheiten und Verständnislücken, die während des Vortrags aufgekommen sein sollten, zu beseitigen.

Pünktlich zum Klingeln waren schließlich alle Zuhörer anwesend und hatten sich einen Sitzplatz gesucht. Nachdem Herr Tabis Herrn Conze an unserer Schule herzlichst Willkommen geheißen hatte und eine gut auf das Thema „25 Jahre Deutsche Einheit“ einstimmende Einleitung gegeben hatte, übergab er das Wort an Herrn Prof. Dr. Eckart Conze. Zu Beginn ging dieser auf die besondere Bedeutung des 3. Oktobers ein und darauf, welchen Grund es hatte, dass gerade dieser Tag und nicht der 9. November zum deutschen Nationalfeiertag erhoben wurde: Der 3. Oktober feiere demnach nicht nur die Einigung von Ost- und Westdeutschland. Er sei Zeichen der Zusammenkunft und des stetigen Zusammenwachsens der Menschen zu einer Einheit. In diesem Sinne stelle er den Beginn einer neuen Zeit und auch eine Friedensbotschaft dar. Mit diesen Worten stiegen wir nun in das Thema „ Der Weg zur Einheit“ ein.

Conze erklärte, dass Mittel- und Osteuropa seit Mitte der achtziger Jahre von zunehmender Reformdynamik ergriffen worden sei. Vor allem die Liberalisierungspolitik der Sowjetunion unter Gorbatschow habe vielen Andersdenkenden in den sozialistischen Brüderstaaten die politische Motivation und moralische Legitimation verliehen, sich zu erheben und Freiheit und Menschenrechte für ganz Europa zu fordern. Er betonte in diesem Zusammenhang auch, dass die Ereignisse in Ostdeutschland und seine Entwicklung zwar im Mittelpunkt gestanden haben, die Gründe dafür jedoch vor allem internationale Umsturzbewegungen in Polen und Ungarn gewesen seien. So habe die Reformdynamik in der DDR unterschiedliche Sphären aufgewiesen: Die Grenzöffnung im Sommer 1989 in Ungarn und die dortige Einführung der Reisefreiheit im September habe zur Fluchtwelle von DDR-Bürgern geführt, die Herr Conze als „Kritik mit den Füßen“ bezeichnete. Außerdem habe sie den Zusammenbruch der DDR eingeleitet. Herr Conze zeigte uns hierbei die berühmte Fotografie der symbolischen Öffnung des Eisernen Vorhangs durch die Außenminister Ungarns und Österreichs, Gyula Horn und Alois Mock. Andererseits habe es in der DDR sehr viele Menschen gegeben, die bleiben wollten, da die DDR ihre Heimat darstellte. Ihre Unzufriedenheit mit dem sozialistischen Alltag, der wirtschaftliche Niedergang und die Beschränkung der Reisefreiheit seien hierbei der Auslöser für Proteste gewesen, die zu einer breiten und gewaltlosen Bewegung und disziplinierten Massenprotesten auswuchsen. Dazu haben ebenfalls die berühmten Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderen Städten gehört, bei denen die Menschen die Demokratisierung und Liberalisierung der DDR gefordert haben. Herr Conze verdeutlichte uns die Ironie der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Staatsgründung. Während überall demonstriert worden sei, habe man trotzdem die Stabilität und den Erfolg der DDR gefeiert. Dieser Tag habe einen Versuch dargestellt, die DDR zu retten. Jedoch sei er von vehementen Protestaktionen und brutalem Polizeieinsatz gekennzeichnet gewesen, welcher der bereits zu starken Dynamik des Wandels nicht ausreichend Widerstand leisten konnte und den „Druck im Kessel“ nur erhöht habe. Die Maueröffnung am 9. November habe die „unbeaufsichtigte Selbstauflösung des SED-Staates“ bedeutet, jedoch gleichzeitig die staatliche Einheit mit der Bundesrepublik vorweg genommen. Der Reformdruck, der Ruf des Volkes nach Bürgerrechten, politischer und allgemeiner Selbstbestimmung („Wir sind das Volk“), sowie der Wunsch nach Teilnahme am Wohlstand seien nach dem 9. November von dem Leitspruch „Wir sind ein Volk“ abgelöst worden. Er sei Zeichen der fortschreitenden Dynamik zur Einheit gewesen, wobei Herr Conze betonte, dass die Initiative zur deutschen Einheit besonders von den Menschen im Osten ausgegangen sei. Zu den Reformen, wie beispielsweise der umfassenden Demokratisierung von Gesetzen oder der Aufhebung des Verbots von Privateigentum, habe auch die Einführung freier Wahlen gezählt. Diese haben zur ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 geführt, welche den klaren Sieg der konservativen Allianz für Deutschland, bestehend aus CDU, DSU und Demokratischen Aufbruch, gebracht habe. Die Koalitionsregierung unter Ministerpräsident de Maizière habe also das Ziel eines föderativen Staatsaufbaus und der raschen deutschen Einheit auf der Basis von Artikel 23 des Grundgesetzes verfolgt. Herr Conze schilderte hierbei unterschiedliche Entwicklungsstufen: Der erste Schritt zur Implementierung der Marktwirtschaft und der politischen Einigung sei der am 1. Juli in Kraft getretene Vertrag der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion gewesen, wonach alle Löhne und Gehälter in DM im Verhältnis 1:1 umgestellt worden seien. Denn nur, wenn es gelang, den Ostdeutschen wieder eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten, würde die Übersiedlungswelle gestoppt werden und eine Stabilisierung der Situation erfolgen können. Der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes sei am 23. August von der Volkskammer erklärt und schließlich mit dem Einigungsvertrag vom 31. August besiegelt worden. Am 3. Oktober sei endlich die staatlich Einheit vollzogen worden und somit die „innere Einigung“ abgeschlossen. Anschließend führte uns Herr Conze die Reaktion Europas auf die „Deutsche Einheit“ vor Augen. Aus anfänglicher Skepsis und Ablehnung der Europäische Gemeinschaft (EG), darunter besonders von Frankreich und der Sowjetunion, habe sich allmählich Akzeptanz entwickelt. Dies habe sich in dem Inkrafttreten des Zwei-plus-Vier-Vertrags über die äußeren Aspekte der Einheit und die abschließende Regelung im Bezug auf die Deutsche Einheit am 12. September 1990 widergespiegelt. Hinsichtlich des Themas über die zukünftige Entwicklung und das Zusammenwachsen von Ost und West, auf welches Herr Conze als nächstes eingehen würde, betonte er noch einmal, dass der äußeren Einigung im Kontext der europäischen Integration der weit beschwerlichere Weg zur inneren Einheit gegenüberstand. So seien also vor allem die Folgejahre Spiegel für die gesellschaftlichen Verwerfungen gewesen, die die Jahrzehnte der Teilung hervorgerufen haben. Nun würde sich zeigen, ob die durch die Einheit ausgelöste Euphorie tatsächlich dies „zusammenwachsen“ lassen würde, „was zusammen gehöre“.

Im zweiten Teil seines Vortrags ging Herr Conze nun also auf die Frage ein, ob nach 25 Jahren der deutschen Einheit eine positive Bilanz gezogen werden könne. Grundsätzlich bejahte er diese Frage und ging hierbei auf die starke Wirtschaftskraft Ostdeutschlands ein. Außerdem habe sich in Umfragen aus dem Jahr 2006 herausgestellt, dass sich mittlerweile eine große Mehrheit der Ostdeutschen mehr als Deutsche identifizieren und weniger nur als Ostdeutsche. Trotz dieser positiven Aspekte ist Herr Conze der Meinung, die Einheit sei noch kein abgeschlossener Prozess und es müsse noch viel getan werden.

So erzählte er, dass sich die Mentalitäten der Menschen aus Ost- und Westdeutschland noch sehr stark unterscheiden. Die Akzeptanz der Einheit falle vielen Menschen nach wie vor schwer, denn 40 Jahre Leben in der DDR habe die Menschen, die dort lebten, sehr stark geprägt und beeinflusst und dies lasse sich nicht so einfach in ein paar Jahren verändern. Herr Conze ist der Ansicht, dass die Faktoren, die zu dieser Skepsis gegenüber der Einheit geführt haben, vor allem in den 90er- Jahren zu finden seien. Die große Euphorie, die mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung kam, sei schnell verflogen, denn der von vielen Ostdeutschen erhoffte Wohlstand im nun geeinten Deutschland kam nicht sofort. Stattdessen habe es große wirtschaftliche Probleme in Ostdeutschland gegeben und hohe Arbeitslosigkeit war die Folge. Viele Ostdeutsche haben sich daher als „Verlierer“ der Einheit gefühlt und im Laufe der Zeit bürgerten sich Worte wie „Jammerossi“ oder „Besserwessi“ in den Wortschatz der Menschen ein, welche die Skepsis und teilweise auch Ablehnung zeigten, die in vielen Teilen Deutschlands herrschten und für den Prozess der Einheit nicht sehr fördernd gewesen seien.

Zudem berichtete Herr Conze von der unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland. Nach der Wiedervereinigung haben viele Menschen Ostdeutschland verlassen und seien in den Westen gezogen. Dies hatte zur Folge, dass die Bevölkerungszahl im Osten von 16 Millionen auf 13 Millionen sank. Die einzige Ausnahme bildete laut Herrn Conze Berlin, wo es immer mehr Menschen hingezogen habe. Der Westen Deutschlands könne hingegen einen großen Bevölkerungszuwachs vermelden. Vor allem jüngere Leute ziehe es aus dem Osten in den Westen, wo sie sich bessere Chancen erhofften, besonders auf dem Arbeitsmarkt. Dies habe bewirkt, dass die ostdeutsche Bevölkerung immer älter werde und die westdeutsche immer jünger. Laut Statistiken sei der Ostdeutsche im Durchschnitt 46 Jahre alt und der Westdeutsche ganze vier Jahre jünger, nur 42 Jahre alt. Weitere Unterschiede sieht Herr Conze im sozial- kulturellen Bereich. Dies beziehe sich aber vor allem auf die älteren Generationen. In der DDR sei es Alltag gewesen, dass sowohl der Vater als auch die Mutter arbeiten gingen, in der BRD jedoch sei dies nicht der Fall gewesen. Nicht alle, aber sehr viele Westdeutsche, vor allem Männer, seien der Meinung gewesen, dass berufstätige Frauen das Wohl der Kinder zu Schlechten beeinflussten. Das letzte und auch mit aktuellste Thema, welches Herr Conze ansprach, betraf den Rassismus in vielen Teilen Deutschlands, der vor allem in Ostdeutschland sehr ausgeprägt sei. Wobei er hinzufügte, dass die Unterschiede immer mehr abschwächten. Er führte auf, wo die Gründe hierfür liegen können. Hierbei ging er wieder auf die Krisenjahre der 90er- Jahre ein und auf die damals sehr hohe Arbeitslosigkeitsrate. Die Erinnerung an damals rufe wieder eine große soziale Unsicherheit in den Menschen hervor, Ausländer würden heute als Ursache genannt und müssten als Sündenböcke herhalten. Hinzu komme, dass sich in der Zeit der DDR kaum mit dem Thema des Nationalsozialismus auseinandergesetzt worden sei und nationalsozialistische Positionen stark unterdrückt worden seien. Dies könnten laut Herrn Conze Gründe dafür sein, weshalb in Ostdeutschland eine stärkere Tendenz in diese Richtung, vor allem unter den älteren Menschen, vorhanden sei.

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Zum Ende der Frage, ob man nach 25 Jahren der Einheit nun eine positive Bilanz ziehen könne, zeigte uns Herr Conze noch eine Statistik aus dem Jahr 2014, die zeigte, wie zufrieden oder unzufrieden die Menschen insgesamt mit der Einheit sind.

 

 

Osten

Westen

Überwiegend Vorteile

77%

62%

Weder noch

9%

19%

Nachteile

13%

15%

 

Diese Tabelle analysierte er nicht eingehend, sondern vermerkte lediglich, dass solch eine Statistik zum Nachdenken anregen solle.

Nachdem der Vortrag nun beendet war, stiegen wir in die Fragerunde ein. Die Moderatoren griffen hierbei wesentliche Knackpunkte des Vortrages von Herrn Prof. Dr. Conze auf. Unter anderem kam die Frage auf, ob jene 392 Tage vom Mauerfall zur deutschen Einheit nicht einen zu kurzen Zeitraum dargestellt haben, um die Einheit Deutschlands organisiert und überlegt zu vollziehen und ob man dahingehend übereilig vorgegangen sei. Conze stimmte zu. Es sei eine berechtigte Frage, denn tatsächlich sei eine schnelle Vereinigung niemals geplant gewesen. Jedoch habe der Entscheid der Volkskammerwahlen zu einem enormen Handlungsdruck geführt und auch die DDR-Bürger selbst haben auf eine schnelle Vereinigung von Ost und West gedrängt.

Zudem stellte man Conze die Frage, wer in der DDR-Diktatur, der als Unrechtsstaat bezeichnet werde, die Verantwortung für die vielen Menschenrechtsverletzungen getragen habe und ob die Elite der DDR dafür ausreichend bestraft worden sei. Daraufhin erwiderte Conze, dass es Ansätze zur Aufarbeitung der Fälle und daraus resultierender Bestrafung einiger DDR-Politiker gegeben habe. Jedoch seien die Strafen verhältnismäßig mild ausgefallen. Der politische Wille der Aufarbeitung der DDR-Geschichte sei gegeben, jedoch sehr begrenzt gewesen.

Nach der Antwort zeigte sich eine der Moderatoren interessiert an den ausschlaggebenden Ursachen, welche zur Unterzeichnung des 2+4 Vertrags geführt haben. Conze beschreibt anschließend die führende Rolle der USA, welche das Ziel der schnellen Integration Deutschlands in Europa angestrebt habe.

Schließlich kam die Frage auf, ob es absehbar gewesen sei, dass Deutschland nach der Wiedervereinigung an wirtschaftlicher Macht gewinnen würde. Die Antwort des Professors war, es sei nie das Ziel gewesen Deutschland durch die Einheit erstarken zu lassen, sondern ein Versuch gewesen, das Land wieder einzubinden. Vor dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands herrschte eine große Skepsis der Bürger, dass dieses Vorhaben auch in die Tat umgesetzt würde.

Daran anbindend wollte einer der Moderatoren in Erfahrung bringen, warum die Wirtschaft heutzutage in Ostdeutschland immer noch schlechter ist als in Westdeutschland. Die ökonomische Entwicklung in der DDR, die durch die Unterdrückung des Wachstums ausgezeichnet war, habe in den vergangenen 25 Jahren nicht wiederhergestellt werden können, so Conze. Es gäbe jedoch auch Bereiche, wie beispielsweise die Infrastruktur, in welcher Ostdeutschland eindeutig bessere Werte aufweise.

In Bezug auf die aktuelle Flüchtlingskrise waren wir außerdem daran interessiert zu erfahren, wie der Westen mit den DDR-“Flüchtlingen“ umgegangen sei. Professor Conze erwidert, die Menschen im Westen haben diese nicht mit Euphorie aufgenommen und auch die Integration sei nicht an allen stellen erfolgreich geglückt. Eine Lehrerin meldete sich anschließend zu Wort und bemerkte, dass es auch Stimmen gäbe, welche behaupten, dass im Osten nicht alles schlecht gewesen sei. Conze bemerkt an dieser Stelle, dass viele ältere Generationen einen großen Teil ihres Lebens nicht als vollkommen entwertet ansehen möchten und somit die Suche nach den guten Seiten der DDR nachvollziehbar sei. Er nennt das Beispiel der Kinderbetreuung, welche im Osten sehr gut funktioniert habe. Er schließt sich offen der Meinung an, dass nicht alles schlecht gewesen sei, nur weil es sich in DDR um eine Diktatur gehandelt habe.

Mit diesen Worten endete unsere sehr interessante und aufschlussreiche Begegnung mit Herrn Conze und man entließ uns, um einiges reicher an Wissen und Erfahrung, in den 25-ten 3. Oktober nach Erlangung der Deutschen Einheit.

 

 

Aaron Netzer, Hannah Maria Wolf und Fabiana Burchert

Q3- LK Geschichte

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