W. A. Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“ am Philippinum

Allgemein

Premiere im Foyer des Gymnasium Philippinum

Am Samstag, dem 9. Juli, um 20.00 Uhr hat „Figaros Hochzeit“ Premiere im Foyer des Gymnasium Philippinum (zweite Aufführung am Sonntag, dem 10. Juni, um 20.00 Uhr – der Eintritt ist jeweils frei). Nach monatelangen Proben werden Schülerinnen und Schüler des Philippinums die auf etwa zwei Stunden gekürzte Mozartoper aufführen.

 

Die Oper „Le nozze di Figaro“ entstand 1785/86 in Wien in enger Zusammenarbeit Mozarts mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte. Als Vorlage diente Beaumarchais’ zeitkritische, 1784 in Paris uraufgeführte Komödie, deren Aufführung in Wien aufgrund der enthaltenen Kritik an der gräflichen Unmoral und des Sympathisierens mit dem dritten Stand – in Gestalt des Dienerpaares Figaro und Susanna – verboten wurde. Mozart hoffte, dass seine Oper vom Interesse am entstandenen Skandal profitieren würde, und nahm in Kauf, dass die komplexe Handlung nicht unbedingt für ein Opernlibretto geeignet war.

 

Um die Handlung dem Publikum verständlich zu machen, werden in den Schulaufführungen die italienischen Rezitative durch deutschsprachige Dialoge ersetzt, die Arien und Ensembles aber italienisch gesungen, da die Musik Mozarts mit den Versen Da Pontes eine Einheit bildet. Es handelt sich dabei um einen Kompromiss. Da Mozart, in Abweichung zur Konvention der Opera buffa, auch wichtige Teile der Handlung in die Arien und Ensembles hineinträgt, versuchen wir durch das textausdeutende Spiel der Darsteller und durch den bewussten Verzicht auf rein dekorative Requisiten, vielmehr den Einsatz symbolischer Gegenstände und Gesten den Handlungsfaden durchsichtig werden zu lassen. Insgesamt orientieren wir uns an der Inszenierung anlässlich der Salzburger Festspiele aus dem Jahr 2006. Wir haben diese Vorgehensweise gewählt, damit die Darsteller eigenständig den szenischen Verlauf sich aneignen konnten und in den Proben vorwiegend musikalisch und stimmlich gearbeitet und darstellerisch gefeilt werden konnte.

 

Im Mittelpunkt der Oper „Le nozze di Figaro“ stehen die Personen mit ihren Beziehungen untereinander. Die Inszenierung versucht dabei, auch nur von der Musik ausgesprochene Dinge offen zu legen. Eine wichtige Rolle spielt dabei Cherubim (Lorenzo Crepaz), der nicht singend oder sprechend, lediglich agierend – als Personifikation der Liebe und der Versuchung – die Menschen manipuliert und ihre Beziehungen durcheinander bringt. Als unsichtbarer Doppelgänger des seine Gefühle und Triebe gerade entdeckenden und auf alle Frauen projizierenden Pagen Cherubino (Sarah Meier) mischt er die Schlossgesellschaft auf und fordert den Schlossherrn, den Grafen Almavia (Tim-Lukas Reuter), geradezu heraus, der an seinem Liebeshunger zu zerbrechen droht.

Besonders vielschichtig hat Mozart die Partie der Susanna (Anika Wandersee) angelegt. Als liebende und besorgte Braut des etwas vorwitzigen Kammerdieners Figaro (David Hilberg) ist Susanna Objekt der Begierde des Grafen, zum anderen sucht die vom Grafen vernachlässigte Gräfin (Charlotte Herboth) bei ihr Trost und möchte mit ihrer Hilfe die Liebe ihres Mannes zurückgewinnen.

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