Italienaustausch 2018

Allgemein

Eine Kooperation zwischen GP (Martina Lameli) und ES (Inma Teres)

Nachdem im März die capuanische Schülergruppe in Marburg und Hessen unterwegs war, führte der Gegenbesuch die 13 Schülerinnen aus Marburg vom 10. bis 17. April 2018 nach Capua in die Region Kampanien. Von ihren Eindrücken berichten die Schülerinnen selbst: 

Salerno und Vietri am Freitag, den 13.4. (Helena)

Entlang der Küstenstraße in Richtung Sorrent und Amalfi liegt die Hafenstadt Salerno, wo wir den romanisch, normannisch, byzantinisch und arabisch geprägten Dom besichtigt haben. Nach einem Spaziergang auf der sonnigen Strandpromenade sind wir über kurvige Straßen nach Vietri weitergefahren. Dies ist eine hübsche Kleinstadt, die direkt an der Steilküste über dem Meer liegt. Beeindruckt haben uns die bombastische Aussicht auf die Bucht und die schönen Sonnenstunden am Strand. Um diesen Tag gebührend abzuschließen, war der Besuch einer Gelateria/Eisdiele obligatorisch. Alle hatten dringend eine Abkühlung nötig.

 

Pompeji und Vesuv am Samstag, den 14.4. (Anna und Nina)

Die Führung in Pompeji war auf Deutsch. Begonnen hat sie damit, dass wir Gipsausgüsse von den Leichen der bei dem Ausbruch verstorbenen Pompejianern angeschaut haben; danach haben wir uns bei großer Hitze zweieinhalb Stunden in Pompeji bewegt und die gut erhaltenen Häuser und Straßen der damals 10.000 Einwohner Pompejis, von denen über 5.000 bei dem Ausbruch des Vesuvs umkamen, angeschaut.

 

Die Führerin hat uns viele interessante Fakten mitgeteilt, zum Beispiel, dass das Amphitheater über 2000 Jahre alt ist und Spartacus schon darin gekämpft haben soll. Leider haben wir nur einen sehr kleinen Teil von der Stadt sehen können, da man für die komplette Besichtigung normalerweise 2-3 Tage braucht, jedoch war es als kleine Kostprobe wirklich spannend.

Angeschlossen hat sich die Weiterfahrt zum Vesuv, auf den die Vorfreude groß war.

Bei der Ankunft waren manche von uns ein wenig eingeschüchtert, als uns von 400 Höhenmetern Fußweg bis zum Krater erzählt wurde, da wir zu dem Zeitpunkt schon ziemlich erschöpft waren. Innerhalb von 15 – 20 Minuten waren wir dann aber alle oben und konnten den schönen Blick auf den Golf von Neapel genießen. Während einer kurzen Führung wurde uns erzählt, dass vor dem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. die Bewohner noch nicht einmal wussten, dass dieser ein Vulkan war. Wir waren außerdem sehr erstaunt über die Größe der Lavafontäne. Sie soll zwischen 25 und 30 Kilometer betragen haben.

Nachdem wir in Kleingruppen noch ein wenig am Krater entlang gelaufen waren und eine Menge Fotos gemacht hatten, machten wir uns auf den Weg nach unten und fuhren dann mit dem Bus wieder zurück nach Capua. Das war eindeutig einer der schönsten Tage auf dem Italientrip, auch wenn er ziemlich anstrengend war!

 

Neapel am Montag, den 16.4. (Ayla und Louise)

Am letzten Tag unseres Austausches ging es zum Ursprung der Metropole: das historische Castel dell’Ovo. Der Sage nach über dem Grab einer wunderschönen Meerjungfrau, die Fischer durch Zufall fanden, gebaut, liegt die gut erhaltene Burg auf einer kleinen, durch eine Brücke mit dem Festland verbundenen Insel. Und noch eine Legende birgt sich in dem alten Gemäuer, die auf dessen Namen Bezug nimmt. Der berühmte antike Dichter Vergil, der im Mittelalter für einen Zauberer gehalten wurde, soll ein Ei – italienisch uovo, neapoletanisch ovo – in die Mauern der Burg eingebaut haben. Sollte es zerbrechen, würde Neapel untergehen.

Nächster Programmpunkt war die Piazza del Plebiscito, wo 1946 das Referendum über Monarchie oder Republik gehalten wurde. Noch heute dient der Ort für öffentliche Veranstaltungen.

Bevor wir schließlich die Shoppingmeile via Toledo erreichten, besuchten wir noch das Castel Nuovo – deutsch Neue Burg – den Sitz der französischen Anjou (Angioini) und eine Festung mit drei Türmen und Burggräben, die ursprünglich direkt am Hafen lag. Heute ist das Meer weiter weg und mit ihm die Krokodile, die damals im Burggraben gehaust haben sollen und denen der ein oder andere Gefangene zum Opfer fiel. Nichtsdestotrotz bleibt es eine der beeindruckendsten Bauten Neapels.

Alles in allem war es ein ruhiger, sonniger Tag, der einen schönen Abschluss für diesen fantastischen Austausch bildete.


 


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