Die Australier waren wieder zu Besuch

Allgemein

Zwei Gruppen des Wesley College, unserer Austauschpartnerschule in Melbourne, besuchten uns im Rahmen ihrer Europatouren im September.

Zuerst kamen 31 Musiker, 26 davon Schülerinnen und Schüler. Sie brachten aber nicht nur ihr eigenes abwechslungsreiches Programm mit, sondern übten auch zusammen mit Phille-Musikern einige Stücke ein. Nicht nur für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler, auch für die Lehrer Geoff Smith, dem Head of Music des Wesley Colleges, und seine Kollegen Dan, Emily und Meredith sowie für unsere Lehrer Antje Oliver und Alexander Meyer waren die gemeinsamen Proben ein großer Spaß. Das gemeinsame Konzert für die Schulgemeinschaft des Philippinums begeisterte alle Besucher und, wie es aussah, auch die engagierten Musiker selbst.

Bevor die Aussies Marburg verließen, um nach Prag zu fahren, spielten sie in noch der Bettina-von-Armin-Schule auf.

Martin Krügel fasst die Eindrücke seiner Schulgemeinschaft zusammen:

„… ein musikalisches Feuerwerk aus den verschiedensten Epochen der Musikgeschichte war es dann. Die Schüler und Schülerinnen des Wesley College (…) steckten uns von der ersten Sekunde an mit ihrer absolut mitreißenden Begeisterung und Freude an der Musik. Bei jedem Stück stand ein anderes Instrument oder eine andere Sänger-Kombination im Vordergrund und fast jedes Stück stand für eine andere Musikrichtung, was die Aufführung ständig in Bewegung hielt. Wir danken allen Mitwirkenden für dieses außergewöhnliche Konzert . (…)“


Einige Tage nach der Abfahrt der Musiker traf die 16-köpfige Theatergruppe ein. Die 14 Schülerinnen und Schüler waren zwischen 13 und 17 Jahre alt und waren, wie schon die Musiker, Gäste von Familien unserer Schulgemeinschaft. Sie alle erlebten die ersten „homestays“ ihrer Schulzeit, und sie liebten diese neue Erfahrung genauso wie ihre Gastgeber.

In der Aula der Waldorfschule führte die Gruppe unter ihrem international sehr erfolgreichen Theaterregisseur David Dunn und Head of Drama des Wesley Colleges zwei Musicals auf: „Urban Hero“, ein Stück, das er für die von der australischen Regierung initiierte Kampagne ‚Stand Up, Speak Out … STOP BULLYING’ geschrieben hat. Es setzt sich mit Mobbing unter Jugendlichen auseinander. – Auch das Musical „Riding Hood’ stammt aus Dunns Feder. Angelehnt an das Märchen „Rotkäppchen“ ist hier allerdings nichts, wie es zunächst scheint: Rotkäppchen und ihre Mutter sind mit Mordabsichten unterwegs, die Großmutter ist energisch und weiß sich zu wehren, und der Wolf ist nicht wirklich böse. – Mit langanhaltendem begeisterten Applaus belohnten die Zuschauer sowohl die äußerst spielfreudigen und professionell wirkenden Darsteller als auch die hervorragenden Inszenierungen.

Etwa 250 Zuschauer verfolgten gespannt „Urban Hero“, von Dunn entsprechend Brechts Konzept des „epischen Theaters“ inszeniert. Vor Beginn der Aufführung erläuterte er – natürlich auf Englisch – dem Publikum dieses Theaterkonzept. Nach dem Ende der Aufführung stellten sich die Akteure den Fragen der Zuschauer, die sich auch fleißig auf Englisch zu Wort meldeten. – Beinahe 500 Zuschauer hatten viel Spaß an „Riding Hood“, wenngleich die Jüngsten unter ihnen längst nicht alle Texte verstanden. Bevor es losging, begrüßten die Darsteller in ihren jeweiligen Rollen die eintreffenden Schülerinnen und Schüler; nach dem Ende der Aufführung tanzten sie ins klatschende Publikum hinein und luden die Zuschauer ein, ihnen auf die Bühne zu folgen. Viele folgten ihnen, und so endete der Theatermorgen mit einer Bühne voller Tänzer und Tänzerinnen. – Nicht nur für die Marburger waren es besondere Tage. Die jungen Australier schrieben in ihren Emails:

(zusammengefasst von Amy Sutherland:)

Our experience in Marburg is one that cannot be rivalled. (…) The wonderful homestay families (…) made us all feel so warm and cared for, whilst showing us around the breathtakingly beautiful town. (…)

The wonderful hospitality of all the staff and students was greatly appreciated by all, as we felt comfortable and were able to fully immerse ourselves in our performances of “Urban Hero” and “Red Riding Hood”, which, thanks to our warm and inviting audience, went down very well. (…)

The school grounds (der Waldorfschule) were absolutely amazing and everyone was so welcoming. It was a fantastic place for us to perform at, with the magnificent performance space offered, as well as all the staff and students that assisted us with set, lighting and sound. 

(zusammengefasst von Jessi Lucas:)

Contagious smiles and bursts of laughter captivated all when introduced to our German families. With their warm and welcoming nature we were sent off for a few hours to really connect with our new families over the next 4 days. (…)

When we arrived at the theatre where we would perform our productions of “Red Riding Hood” and “Urban Hero”, I was breath-taken by the architectural features of the building and how amazing it was to have the opportunity for us to share our passion in such a lovely hall. I felt as if I had stepped onto a Broadway stage, overwhelmed with delight we went on to rehearse. (…)

Auch David Dunn, der Marburg nicht nur immer wieder mit seinen Wesleyschülern besucht, sondern auch schon einige Male mit seinem non-profit theatre „Nuworks“ in Marburg gastierte – zuletzt im Oktober 2017 – hat uns geschrieben:

Marburg is everything I’d hoped for the Wesley drama touring ensemble. There’s the shows, of course, which are received beautifully by wonderfully appreciative audiences. Over 250 seniors applaud Urban Hero and close to 500 crowd in for Red Riding Hood. We are thrilled. (…) It feels like home here, and the families looking after our students very quickly become surrogate parents and siblings. It’s so lovely to see the bonds take shape and the genuine affection of all concerned. Then there’s Andreas, his huge enthusiasm is utterly infectious. He’s with us every step of the way. Indeed the generosity and warmth of this remarkable community will leave it’s mark on us all for years to come.
Thank you Roland (Knoke) for your friendship and the generous gift of accommodation at your home with the enchanted garden and view to the castle. Thank you to all of the homestay families. Thank you Andreas (Zühl) for the more than kind comments and thank you Angelika for making this marvelous dream a reality.

Wie nun schon seit vielen Jahren war die Zusammenarbeit mit der Waldorfschule, insbesondere mit dem Lehrer Andreas Zühl, Hausmeister Hummel und den „Technikjungs“ großartig. Unser besonderer Dank gilt auch allen gastgebenden Familien unserer Schulgemeinschaft. Sie haben mit ihrer Gastfreundschaft einen großen Beitrag zum Gelingen der beiden Ereignisse beigetragen!

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