Sommer, Sonne, Spaß und … Lernen?

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Deutsche SchülerAkademie – Erfahrungsbericht!

Immer mehr Deutsche fahren jedes Jahr in den Urlaub und dies tun sie vor allem im Sommer. Es geht nach Griechenland, Spanien oder Frankreich, Hauptsache warm soll es sein und ein Strand ist auch nicht schlecht. Gerade für eine 17-jährige hörte sich demnach der Vorschlag von Frau Voss, dass ich mich doch für die „Deutsche SchülerAkademie“ bewerben solle, nicht nach meinem Erstwunsch für die Sommerferien an. Ein wenig Diskussion mit meinen Eltern und eine kurze Google-Suche später war ich jedoch fest entschlossen, an der Deutschen SchülerAkademie (DSA) teilzunehmen.

Für alle, die noch nie von der DSA gehört haben, ein Auszug aus ihrem Konzept: „Eine Akademie der Deutschen SchülerAkademie besteht aus sechs Kursen mit jeweils bis zu 16 TeilnehmerInnen. Während der Akademie arbeiten alle TeilnehmerInnen in einem Kurs eigener Wahl für eine Dauer von insgesamt ca. 50 Stunden. […] Neben dem Kursprogramm gibt es zahlreiche weitere Aktivitäten, die für alle Teilnehmenden offen sind: Theater, Musik, Exkursionen, Chor, Sport, Gastvorträge u.v.m. Einige dieser Aktivitäten bieten eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit neuen, unbekannten Themen, andere machen einfach nur Spaß. […]“ (https://www.deutsche-schuelerakademie.de/dsa/dsa-konzept) Jeder Kurs wird von zwei Kursleitenden betreut, die kursübergreifenden Aktivitäten (KÜAs) werden von den TeilnehmerInnen selbst angeboten.

Aber: Bevor man an den Kursen und KÜAs der Deutschen SchülerAkademie teilnehmen darf, muss man sich zunächst bewerben. Neben mir taten das zudem etwa 2300 Jugendliche aus ganz Deutschland, und zwar für nur ca. 1000 Plätze. Für die Bewerbung musste ich ein Motivationsschreiben verfassen und zudem noch meine Kurswünsche angeben. Ich fand meinen Erstwunsch im Programm der Akademie Waldenburg. Der Kurs „The Art of Politics: Ein Streitgespräch zwischen Philosophie und Volkswirtschaftslehre“ reizte mich besonders. Persönlich hatte ich mich bis dahin mit Philosophie nur im Ethik-Unterricht beschäftigt und von VWL hatte ich höchstens als große Schwester von BWL gehört. Das Versprechen des Kurses, sich mithilfe dieser beiden Disziplinen aktuellen politischen Vorgängen wie dem Brexit anzunähern, fand ich faszinierend.

Als ich ca. zwei Monate später meine Zusage bekam, waren in dem Umschlag auch viele Blätter Info-Materialien. So trug ich mich in Listen für das Orchester und den Chor ein und überlegte mir den Plan, auf der DSA eine Altgriechisch-KÜA anzubieten. Anbei hatte ich eine Liste mit verschiedenen Vortragsthemen für meinen Kurs bekommen. Ich bekam wieder meinen Erstwunsch erfüllt, als ich das Thema „Einführung in die Ethik“ zugeteilt bekam. Dazu bekam ich sechs Texte über das Konzept einer moralisch gerechtfertigten Hölle und sollte darauf basierend einen Essay formulieren. Nachdem dies aber nach ein paar Tagen intensiver Arbeit erledigt war, stand einer guten Zeit nichts mehr im Weg.

Am 17. Juli war es nun soweit, meine Eltern und ich machten uns auf den Weg zum ca. drei Stunden entfernten Waldenburg. Bei der Akademie angekommen, hatte ich noch keine Idee davon, was mich in diesen 2 ½ Wochen erwarten sollte. Unsicher schloss ich mich mit drei anderen Leuten zu einer Gruppe zusammen, um eine von der Akademieleitung erstellte Rallye zu lösen. Überall waren fremde Kursleiter, fremde Jugendliche und fremde Fachgebiete. Meine Aufregung zog sich durch die erste Zeit, durch das erste Mal Plenum, die ersten KÜAs und die erste Kursarbeit. Mit der Zeit aber flossen die Momente ineinander über und jeder Tag fühlte sich an wie drei, die dennoch in nur wenigen Minuten zu vergehen schienen, so spannend und abwechslungsreich war das Programm. Neue Eindrücke und Erfahrungen prasselten auf mich ein und die Zeit, die man mit Schlaf verbrachte, wurde immer kürzer. Es gab viele Tage mit spannenden Casinoabenden, Sportfesten oder Konzerten. Täglich wurden Kugelschreiber als Belohnung für erfolgreiche Mitarbeit herumgeworfen, ein Stofftier namens Waldi als Bestrafung für Versäumnisse vergeben und zahlreiche KÜAs angeboten.

Dann stand irgendwann ein unausweichlicher Punkt bevor, von dem ich nie geglaubt hatte, dass er kommen würde: Das Ende der Akademie in Waldenburg nahte. Wohin war die Zeit geflossen, während ich dabei war, Freunde zu finden und die Umgebung kennenzulernen? Letztendlich blieben uns TeilnehmerInnen Pullis, Dokumentationen, Erinnerungen oder Fotos und Videos. An was ich mich für immer erinnern werde, ist das Lied „Jeden Tag neu“, das immer nach dem Plenum gespielt wurde. So sitze ich noch heute manchmal abends an meinem PC, chatte mit meinen neu gewonnen Freunden und schaue mir dabei vergangene Momente an, die meinen Sommer 2019 unvergesslich gemacht haben.

Raja Röwekamp

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