Reden schreiben

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4. „Mutrede“

Liebe Lernende,
aus eigener Erfahrung weiß, dass es in dieser Zeit nicht einfach ist, sich täglich zu motivieren, etwas für die Schule zu tun und zu lernen. Einfach ausschlafen, rumhängen, den ganzen Tag im Schlafanzug bleiben und nichts zu machen, außer vielleicht Fernsehen zu gucken oder zu lesen, scheint viel verlockender zu sein. Für zwei, drei Tage mag das vielleicht auch ganz verlockend klingen, aber mit der Zeit werdet ihr merken, dass das auf Dauer gar nicht so viel Spaß macht. Denn irgendwann wird es nun mal einfach langweilig, den ganzen Tag das Gleiche zu tun. Außerdem macht sich dann doch so langsam das schlechte Gewissen bemerkbar, dass man ja eigentlich auch etwas Sinnvolles für die Schule machen sollte. Trotzdem kann man sich irgendwie nicht dazu aufraffen…oder doch?!
Ich bin mir sicher, dass jeder mit ein paar Tipps seinen eigenen Schweinehund überwinden kann.
Nimm deinen Schweinehund an die Leine und führe ihn aus!
Zuerst denke ich, dass es hilft, wenn du noch einen einigermaßen normalen Schlafrhythmus beibehältst. Natürlich musst du dir keinen Wecker stellen, doch wenn du bis 11 oder 12 schläfst, bleibt weniger Zeit, bis es wieder dunkel wird, und es fällt schwerer, sich in dieser Zeitspanne zu motivieren, etwas für die Schule zu tun.
Es hebt deine Stimmung, dich jeden Tag frischzumachen und dich anzuziehen – und das am besten noch vor dem Abendessen. Das normale Outfit unterstreicht deine eigene Absicht, in den Tag zu starten und nicht auf dem Sofa hängenzubleiben.
Ich finde es hilfreich, mir eine Zeiteinteilung oder einfach eine To-Do Liste für den Tag zu schreiben mit den Dingen, die ich noch erledigen möchte. Wichtig ist auch, sich einen gemütlichen Arbeitsplatz zu suchen. Dabei sollte der Arbeitsplatz zum Arbeiten gemütlich sein – nicht zum Abhängen. Er sollte dich nicht verführen, dich ablenken zu lassen oder in den „Abhängemodus“ zu verfallen. Pack dein Handy am besten während der Arbeitsphase weit weg, am besten in einen anderen Raum. So bleibst du ungestört und kannst dich besser konzentrieren.
Auch mal bei schönem Wetter draußen zu lernen, ist eine nette Abwechslung, und der Sauerstoff tut beim Lernen sicherlich gut. Ihr könnt auch mit Freunden lernen, nur eben in der „Coronazeit“ nicht in einem Raum, sondern übers Telefon und mit Videoanruf. Das ist doch fast so, als säße er oder sie neben euch. Nach dem Lernen ist es auch super, sich einfach mal wieder so mit Freunden zu unterhalten und Kontakte zu pflegen und sich abzulenken.
Ich denke, dass du mit diesen Tipps schon viel motivierter an deine Aufgaben rangehen wirst.
Was, wenn ihr trotzdem dasitzt, angezogen und an einem guten Arbeitsplatz, und könnt euch immer noch nicht motivieren? Dann hier noch ein letzter Rat: Denkt daran, wie wohl ihr euch fühlen werdet, wenn ihr euch überwunden habt und etwas Sinnvolles getan habt.
Euer Gewinn, den Schweinehund überwunden zu haben, ist vielfältig: Ihr habt etwas geschafft, was ihr ja sowieso irgendwann abgeben müsst. Denn aufgeschoben heißt ja nicht aufgehoben! Aber vor allem habt ihr danach das großartige Gefühl, euch überwunden zu haben.
Probiert es einfach mal aus! Ihr werdet merken, wie schön es sich anfühlt zu wissen, dass ihr stärker seid als euer Schweinehund. Nachher macht es auch wieder viel mehr Spaß, einfach nur herumzuhängen, zu lesen und Serien zu schauen. Denn ihr könnt dies mit einem guten Gewissen tun und hattet Abwechslung.
Ich hoffe, ich konnte euch hiermit ein bisschen motivieren und euch zum Lernen bewegen. Denn wir sind momentan alle in derselben Situation und kennen die Probleme, die sie mit sich bringt. Aber man sollte trotzdem versuchen das Positive in ihr zu sehen und, mal ehrlich, über fünf Wochen ausschlafen kann sich nun wirklich niemand beklagen…
Nun aber viel Spaß beim Lernen!

Emilia Lienau, 10a

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