Reden schreiben

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6. Mutmachrede

Wir befinden uns in einer schwierigen Situation. Es lässt sich wohl kaum abstreiten, dass niemand genau weiß, wie er sich verhalten soll. Aber es ist ja auch eine nie dagewesene Situation. Wann wurden schon mal alle Schulen geschlossen, das öffentliche Leben eingestellt und auf jeden persönlichen Kontakt zu anderen Menschen komplett verzichtet? Man könnte fast sagen, wir erleben Geschichte gerade hautnah. Von der Corona Pandemie werden noch unsere Kinder sprechen.


Das wichtigste ist im Moment die Vorschriften, die der Staat uns gibt, einzuhalten, um andere Menschen zu schützen und dem Corona Virus keine Chance zu geben, sich weiter zu verbreiten.


Dass wir nun als Schüler zu Hause bleiben müssen, mag uns erstmal als Katastrophe erscheinen. Aber vielleicht sollten wir beginnen das Gute in dieser Zeit zu sehen, denn etwas anderes können wir im Moment sowieso nicht tun. Wie oft wünscht man sich in seinem normalen, meist stressigen und hektischen Alltag endlich mal Zeit zum Lernen zu haben? Im Moment haben wir alle Zeit der Welt und lernen nebenbei unseren Tag zu strukturieren und unsere Lernzeit angemessen einzuteilen. Unsere Freunde und Bekannten können wir jetzt leider nicht persönlich sehen und dieser Kontakt kann einem durchaus sehr fehlen. Ich denke, jeder von uns vermisst im Moment irgendjemanden. Aber zum Glück lebt unsere Generation in Zeiten von Handys und Social Media. Wir können unsere Freunde zwar nicht persönlich sehen, aber es ist uns trotzdem möglich, Kontakt zu ihnen zu halten. Und wer weiß, vielleicht schweißen uns diese Zeiten und der Abstand zueinander nur noch mehr zusammen.


Und ich denke, wir werden alles, was wir immer für selbstverständlich hielten, sei es der Kontakt zu unseren Freunden, die Schule, unser Sport, Partys oder auch nur das vollgefüllte Nudelregal im Supermarkt besser zu schätzen wissen. Ich bin mir sicher, dass wir alles wieder viel mehr genießen werden, wenn wieder Normalität eintritt. Ich bin mir sicher, dass sich viele nach dieser Zeit wieder darüber im Klaren sein werden, was ihnen wirklich wichtig ist. Und ist es nicht eigentlich ein Geschenk, die Dinge, die einem wichtig sind, wieder schätzen zu lernen?


Auch diese schwere Zeit wird vorbeigehen und Leid schweißt die Menschen nur noch mehr zusammen. Also sollten wir uns einfach auf den Tag freuen, an dem wir wieder in die Schule dürfen und unsere Freunde wiedersehen und jetzt hier zu Hause nicht vergessen, dass alles auch wieder besser wird und irgendwann wieder Normalität in unserem Leben eintritt.

Mina Boudemont, 10a

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