Studienfahrt Rom vom 20.-28.09.2001
Chemie Leistungskurs Henning-Strobel, Biologie Leistungskurs Kohl

Pünktlich um 19.45 Uhr trafen wir uns alle am Parkplatz des Großsportfeldes in der Hoffnung, dem Dauerregen Deutschlands mit ca. 20 Stunden Busfahrt zu entkommen.

Vergrößern!Nach der allgemeinen Verabschiedung ging es dann los. Die Fahrt verlief bis zum Gotthardpass ohne Zwischenfälle. Die Stimmung auf der Fahrt kann man durchaus als fröhlich bezeichnen. Beim Fahrerwechsel am Gotthardpass erfuhren wir, dass der Tunnel gesperrt war. Aufhalten konnte uns das nicht. Der Pass war schließlich offen und weiter ging es in Richtung Rom. Die Nacht war für uns alle kurz und unbequem, aber nach der buchstäblichen Entfaltung und dem Frühstück bei der 1.Pause in Italien ging es allen wieder gut. Schließlich sind wir ja Schüler und an Unbehagen und dessen Überwindung am Morgen gewöhnt.

Italien empfing uns mit Sonnenschein, was uns alle erleichterte (denn nur Kultur in Rom... na ja). Rom hingegen empfing uns mit Chaos (daran gewöhnten wir uns im Laufe der Woche). Ich weiß nicht mehr genau, wie wir ins Hotel kamen, aber wir kamen an.

Wir hatten vor dem Abendessen noch Zeit ein bisschen auf eigene Faust die Umgebung zu erkunden, was verschiedentlich genutzt wurde. Aber ich denke das abendliche Rom war für alle schön und entspannend nach der Fahrt.

Vergrößern!Wir trafen uns dann wieder, um mal wieder was Warmes in den Bauch zu bekommen. Dazu mussten wir aber erst mal das "Gran Café Strega" finden, was nicht einfach war, da wir nur wussten in welcher Straße es ungefähr liegen musste und im Hotel keiner Ahnung hatte, wo das sein sollte.

Aber daraus, dass wir alle wohlernährt zurückgekommen sind und Tage lang keine Nudeln mit Tomatensoße mehr sehen konnten, lässt sich schließen: Wir haben es doch noch gefunden und nahmen dort jeden Abend unser Essen ein, was nebenbei gesagt im Großen und Ganzen nicht schlecht war. Besser auf jeden Fall, als das leicht eingedeutschte Frühstück im Hotel! So ein Frühstück habe ich in Deutschland zum Glück noch nie bekommen. 1 Brötchen+ Marmelade und als Getränke: undefinierbare Säfte und heißes Wasser mit verschiedenen Pulvern (Kaffee, Kakao usw.), und das morgens um 7.30 Uhr.

Unser Programm in Rom war vielseitig, interessant und außerdem noch lehrreich. Auf unseren ausgedehnten Wanderungen durch Rom sahen wir uns in den ersten Tagen, bei 26C und strahlendem Sonnenschein, vor allem natürlich die zahlreichen Brunnen Roms und einige Kirchen (die meisten hatten irgendeinen Bernini-Einfluss, was Frau Strobel besonders begeisterte). Der Brunnen, der uns am meisten beeindruckt hat, war mit Sicherheit der Trevi-Brunnen - nicht nur weil wir da zum ersten und einzigsten Mal jemanden verloren haben. Dann besuchten wir das Pantheon. Da das Dach dort aber ein besorgniserregend großes Loch hatte gingen wir lieber weiter in Richtung Vatikan. Auf dem Weg zum Petersdom überquerten wir den Tiber auf der Engelsbrücke an der Engelsburg. Der Petersdom beeindruckte uns sicher mit am meisten in Rom. Allein die Größe flößte Respekt ein. Diejenigen von uns, die noch das Anstehen auf sich nahmen, konnten auch noch den wunderschönen Blick von der Kuppel genießen.

Vergrößern!Natürlich sahen wir uns im Laufe der Woche auch noch die 3 anderen großen Kirchen Roms an: San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore und Paul vor den Mauern. Am Sonntag war der einzige Regentag, aber da regnete es dann auch in Strömen. Den geplanten Marktbesuch haben aber einige von uns doch gemacht. Der Rest, der sich schon nass genug gefühlt hat, ist mit Frau Strobel doch lieber noch mal zur Engelsburg gefahren.

Am Meer- also in Ostia - waren wir auch, dort haben einige auch geschwommen und sich einen Sonnenbrand geholt, während die anderen bei Pizza das Tageslicht und den weiten Blick genossen, was wir alle in der Katakombe Domitilla, die wir zuvor besichtigten, trotz amüsanter und interessanter Führung vermisst hatten. Das antike Ostia hatte an diesem Tag geschlossen. Diesen schönen Ort bekamen nur noch diejenigen von uns zu sehen, die sich nach den Vatikanischen Museen entschlossen hatten noch mal nach Ostia zufahren. Diese Entscheidung hat aber keiner bereut. Die Vatikanischen Museen waren nicht so anstrengend wie gedacht, aber nach dem fast 3-stündigen Rundgang waren wir trotzdem mit Wissen so beschwert, dass wir für den angesetzten Entspannungsnachmittag mit Einkaufen und in der Sonne sitzen dankbar waren.

Das antike Rom ließen wir natürlich auch nicht aus; wir besichtigten das Kolosseum, besuchten die Capitolinischen Museen und einige gingen nach dem Spaziergang über das Forum Romanum noch auf den Palatin und betrachteten von den Ruinen der Villenviertel das, was mal der Circus Maximus war, oder saßen einfach nur in der Sonne und genossen die schöne, wenn auch fremde Atmosphäre.

Am letzten Tag taten wir alles, was gute Touristen so machen: Wir warfen Münzen in den Trevi-Brunnen, aßen Eis auf dem Piazza Navona und rasteten auf der Spanischen Treppe. Nachdem wir also so gesichert hatten, dass wir wiederkommen können, begaben wir uns wieder auf die Fahrt nach Hause, die irgendwie viel ruhiger war als die Hinfahrt...

Julia Heinrichs, Chemie LK Henning-Strobel




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