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1527-1530 Barbatus, Asclepius i.e. Hiltbrant, Nicolaus ():
geb. in Kassel, Dr. iur., Studium in Heidelberg, Stadtschule in Homberg, Professor der lateinischen Sprache, Philosophie, Poesie und Rhetorik
1530-1537 Rudolphi, Caspar:
geb. in Canstatt, von Kanzler Feige aus Württemberg nach Marburg berufen, Professor der Philosophie und Dialektik, gest. 1561
1537-1539 Nigidius, Petrus, i.e. Peter Neige:
geb. in Allendorf/Werra, Studium in Erfurt und Wittenberg, Rector in Eschwege und Göttingen, danach in Marburg und Kassel, Professor der Geschichte, später der Physik, gest. 1583
 
1539-1549 Dorstenius, Theodoricus:
geb. 1492 in Dorsten/Westfalen, Professor der Medizin an der Universität Marburg, Lehrer, später praktizierender Arzt in Kassel, gest. 1552, Hauptwerk: Botanicon ..., Frankfurt 1540.
1549-1560 Nigidius, Petrus, i.e. Peter Neige:
geb. in Allendorf/Werra, Studium in Erfurt und Wittenberg, Schüler Luthers, Rector in Eschwege und Göttingen, danach in Marburg, Professor der Geschichte, später der Physik, erster Direktor der Lateinschule zu St. Martin in Kassel, gest. 1583
1560-1575 Vultejus, Justus, i.e. Justus Wöhl, später auch Vulté:
geb. 1528 in Wetter (?), Studium in Marburg, Erfurt, Wittenberg und Zürich, Reisen nach Paris und Lausanne; 1550-1560 Leiter der Lateinschule in Wetter ("Academiola Wetterana"), Professor für Hebräisch, Hinwendung des Pädagogiums zum Calvinismus, gest. 1575
 
1575-1578 Schoner, Lazarus:
geb. 1543 in Kassel, Rector in Detmold, Professor der Philosophie, 1579 der erste Direktor der Alten Landesschule in Korbach, gest. 1607
 
1578-1602 Ferinarius, Johannes, i.e. Johannes Wildpräter:
geb. in Schlesien, Studium in Wittenberg, Reisen nach Italien und Frankreich, Rector in Brieg, Professor für Geschichte und Poetik in Marburg, 1599 Rektor der Universität
 
1602-1624 Vietor, Theodor:
geb. in Lich, Conrector in Kassel, Professor des Griechischen in Marburg, 1624 wegen seines reformierten Bekenntnisses abgesetzt, gest. 1645; zu seinem Amtsantritt zählt das Paedagogium 200 Schüler.
 
1624-1649 Tonsor, Johann Heinrich:
geb. in Treysa, Professor der Physik, später der Theologie
 
1653-1658 Geise, Johann Werner:
geb. in Grünberg, Prinzenerzieher am Hofe des Landgrafen Moritz, Professor der Jurisprudenz am Kasseler Rittercollegium, in Marburg Professor der Politik, Geschichte und Beredsamkeit
 
1658-1686 Duysing, Heinrich:
aus einer nach Bremen geflüchteten Kaufmanns- und Ratsherrenfamilie, Studium in Holland und Marburg, Professor des Griechischen
 
1687-1693 Andreä, Samuel:
geb. in Danzig, Studium in Heidelberg, Professor der Geschichte, des Griechischen, Pädagogiarch in Herbon, gest. 1699
 
1693-1709 Croll, Johann Lorenz:
Großvater aus Wetter, geb. in Rotenburg, Schule und Studium in Hersfeld und Marburg, Professor der Beredsamkeit und Pädagogiarch in Herbon, danach in Heidelberg, später in Marburg, gest. 1709
 
1710-1745 Santoroc, Johann Caspar:
aus Kassel, Studium in Rinteln und Bremen, dort auch Professor des Griechischen und Lateinischen, später der Poesie der Logik und Metaphysik, Professor in Marburg, gest. 1745
 
1746-1756 Schröder, Johann Joachim:
Reisen nach Armenien, Holland, Moskau, London; Werke: Armenische Sprachlehre
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1759-1779 Duysing, Heinrich O.:
Enkel Heinrich Duysings, Studium in Marburg, Professor der Geschichte, Beredsamkeit und reformierten Theologie in Marburg, gest. 1783, Verfasser des ersten Schulprogramms 1775, das "Von der Erneuerung des Marburger Paedagogiums im Jahre 1653, seiner Fortführung und seinem jetzigen Zustand" handelt.
 
1779-1789 Pfeiffer, Johann Jakob:
aus Kassel, Schule und Studium in Kassel, Marburg und Göttingen, Pfarrer in Kassel und Langenschwalbach, Conrector des Lyceums in Kassel, Professor der Theologie in Marburg, Consistorialrat, gest. 1791
 
1789-1825 Arnoldi, Albert Jacob:
aus Herbon, Studium u.a. in Holland, Professor der Philologie, Kirchenhistorie und Theologie an der Hohen Landesschule in Hanau, Professor der Theologie in Marburg
 
1825-1833 Wagner, Carl Franz Christian:
Professor der Beredsamkeit, mit der Trennung des Paedagogiums von der Universität seines Amtes entbunden
1833-1850 Vilmar, August Friedrich Christian:
Dr., geb. am 21. November 1800 in Solz bei Rotenburg a.d.F., studierte 1818-1820 in Marburg Theologie, war Hauslehrer und Pfarrassistent seines Vaters, 1823-1827 Rektor in Rotenburg, dann Gymnasiallehrer in Hersfeld, 1831-1832, Mitglied der hessischen Ständeversammlung, seit 1832 Hülfsreferent im Ministerium des Innern zu Kassel, 1850 vortragender Rat für Kirchen- und Schulangelegenheiten im Ministerium, 1855 ordentlicher Professor der Theologie in Marburg, starb am 30. Juli 1868. Hauptwerk: Geschichte der deutschen Nationalliteratur, 1845
1850-1884 Münscher, Friedrich:
Dr., geb. am 21. März 1805 in Marburg, Schüler des Marburger Pädagiums und später des Gymnasiums zu Hersfeld, wo er 1822 das Reifezeugnis erhielt, studierte in Marburg Theologie, wandte sich später dem Lehrfache zu, leitete eine höhere Privatknabenschule zu Kassel, wurde 1832 als Lehrer nach Hanau berufen, 1849 dort zum Direktor gewählt, 1850 als solcher nach Marburg versetzt, gründete 1883 die "Münscher-Stiftung", trat im Frühjahr 1884 in den Ruhestand, erhielt bei dieser Gelegenheit den Titel "Geheimer Regierungsrat"und starb am 30. Mai 1893. Werke: "Geschichten aus dem Hessenland" und "Geschichte von Hessen".
1884-1900 Buchenau, Georg:
Dr., geb. am 12. April 1826 in Kassel, besuchte dort das Lyceum Fridericianum, studierte ab 1844 in Marburg Philologie und Theologie, wurde 1849 dem Gymnasium zu Fulda als Praktikant zugewiesen, war von 1850 an in Hanau tätig und wurde 1855 dem Marburger Gymnasium zugeteilt, 1869 zum Oberlehrer ernannt, 1878 wurde er Direktor des Gymnasiums zu Rinteln, 1884 kehrte er an das Gymnasium in Marburg zurück. 1892 wurde er zum Direktor der Kgl. Wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission und zum ordentlichen Mitglied für das Fach der Pädagogik ernannt, 1899 zum Geheimem Regierungsrat. 1900 trat er in den Ruhestand, wobei ihm der Rote Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife verliehen wurde. Er starb am 12. April 1901.
1900-1913 Aly, Friedrich:
Dr., geb. den 12. Februar 1852 zu Magdeburg, besuchte 1860-69 das dortige Domgymnasium und studierte dann in Bonn, Leipzig und Berlin Philologie. Er wurde in Leipzig 1873 promoviert, bestand 1874 in Berlin das Staatsexamen und genügte 1874-75 seine Militärpflicht. Er war dann 1875-1876 Probekandidat und Wissenschaftlicher Hülfslehrer in Hagenau i.E., von wo er als ordentlicher Lehrer und Alumnatsinspektor 1876 an das Kloster U.L. Frauen in Magdeburg berufen wurde. Hier wurde er 1892 Titular-Oberlehrer, 1893 Professor. 1895 folgte er einem Rufe als Kgl. Gymnasialdirektor und Leiter des pädagogischen Seminars nach Burg, von wo er Herbst 1900 an das Marburger Gymnasium versetzt wurde. 1906 wurde er Direktor der Wissenschaftlichen Prüfungskommission, 1907 Vorsitzender des deutschen Gymnasialvereins.
1913-1917 Fuhr, Karl:
1917-1932 Hölk, Cornelius:
1932-1953 Steinmeyer, Kurt:
1953-1972 Luther, Wilhelm:
Prof. Dr., 1910 bei Bad Hersfeld geboren, Studium der Alten Sprachen, Religionswissenschaft und Philosophie in München und Göttingen, 1934 Promotion und Staatsexamen, 1935 bis 1937 Referendar in Bad Hersfeld und Kassel, 1938 Leitung des Theologieschen Sprachenkonvikts an der Univ. Marburg, 1939 Einberufung zum Kriegsdienst, russische Gefangenschaft, 1946 Lehrer am Philippinum, Habilitation, 1953 Leiter des Philippinum, Vorsitzender des Wisschenschaftlichen Prüfungsamtes der Univ. Marburg, 1972 pensioniert, 1976 gestorben.
1972-1979 Danneberg, Albrecht:
1981-1986 Bähr, Hans-Heinrich:
1921 in Niederaula geboren, altsprachliches Gymnasium Bad Hersfeld, Wehrdienst, russ. Gefangenschaft, 1946 Studium der Mathematik und Physik an der Univ. Marburg, Referendariat in Fulda, 1953 Studienassessor in Heringen, seit 1956 Lehrer am Philippinum, Lehrbeauftragter der Univ. Marburg für Psychologie und Didaktik der Naturwissenschaften, Mitglied des Wiss. Prüfungsamts der Univ. Marburg, 1972 stellv. Direktor am Philippinum, 1981 Direktor, 1986 pensioniert.

Angaben aus:
Aly, Friedrich [1905], S. 1
Koch, Christian [1828], passim
Münscher, Friedrich [1868], passim
Unckel, Bernhard [1977], passim
Chronika, div. Jgg.